Mittwoch, 21. Februar 2018

Niemand gewinnt.

Wenn ich mich selbst in Nacht                    könnte,
                                                  eintauchen
 würde ich eine Badewanne voll Insomnia Blutergüsse füllen,
mich selbst in Sternenwasser
ertränken.

Konstellationen
wie Ecken und Kanten
der Ellenbogen und Knie
                                                   fallend von
                                                   Schlüsselbeinen.

Nackt wie eine Röntgenaufnahme:
Das Uninversum ist laut und
schwimmt
in meinen Pupillen.
Göttlichkeit fühlend,
vielleicht bin ich also.
Allwissend und            ein
                                            ge
                                     pa
                                           ckt
in Unendlichkeit;
Ich könnte Gott sein.
Eingelullt in einer endlosen Milchstraße
mit Blitzen als Haut;
durch meine Vena Cava Superior fließt es,
etwas, dass nur nach Blut riecht,
nach Besitz schmeckt.
                                     Eine fabrizierte Göttlichkeit.

(Denn Erzeuge ist und bleibt der Mensch allein.)
So wurde ich erstellt.

Aber warte... ----
                                   Eigentlich gehört ein "Wenn"
                                   an den Anfang dieses Satzes -



Also:
          Halb-voll
          Halb-leer
          Nicht-Jesus
          Nur-menschlich
                                           Ich bin Nichts.

Plötzlich meint jeder, sagen zu müssen,
was er die ganzen Jahre für sich behalten hat.
Jeder ist Niemand, jeder könnte es sein.

Montag, 19. Februar 2018

Doch - vertraust du mir?

Masochismus habe ich auf ein neues Level gebracht, nur um mich deiner sadistischen Natur an zu passen. Direkt nachdem es aufhört zu bluten, legen wir es wieder offen.
Wieder.
Wie (d) er.

Sage mir doch einfach, was du hören möchtest, damit ich diese Worte in den Himmel schreiben kann?
Denn ich sitze hier oben mit einem Grund, mit einer Bestimmung.  Auch wenn ich deine Entschuldigungen zum Fallen hätte. Niemand muss das wissen, je erfahren, ob wir gestürzt oder gesprungen sind.

Oder ob wir geschubst wurden. (Würdest du gestoßen werden, würde ich dir hinter her springen. Sowieso. Ohne Nachfragen.)


Wir haben gerne vorgegeben - besonders gerne und intensiv haben wir vorgebeben, einen Zweck zu erfüllen; daruaf zu bestehen, nicht bedeutungslos oder gar leblos zu sein.


Es ist Montag.
Haben wir aufgegeben?
Oder gab es gar nichts zum Aufgeben?

Donnerstag, 1. Februar 2018

Teen-Girl

Sie bedeckt sich selbst mit Lügen und Lippenstift,
schafft es, dass es wie Liebe aussieht.
Verzweifelt ist sie,
denn der Nagellack aus der Drogerie ist
ungeöffnet, unverbraucht.
Sie ist einsam. Nur ein Drink könnte sie erheiten.
Mit einem theatralischem Seufzer und
kaputte-Welt-Gedanken
malt sie ihre Nägel
samt-schwarz
mit Apokalypsen-Glitzer.





An das traurig ausschauende Mädchen in der S-Bahn
mit den Löchern in der Hose
und den Kratern im Herzen.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Heimatherzschmerz

Als hätte ich meine Innerein verdreht
und verschüttet
bis die Erde keinen Topfen mehr
aufnehmen konnte.
Von der Tiefe herauf
musste ich überlaufen
bevor
ich zerbrechen konnte.


Warum brauche ich dich,
um mich einsam zu fühlen?


Was wird aus solchen Menschen,
dessen innerste Struktur,
jegliche Gedankenfaser
so hingebungsvoll der
Zerstörung
gewidmet ist?
Eifriger Selbstverbrauch
oder nicht-enden wollendes
Davonlaufen?

Wie der Schatten des Mondes
fliehst du vor dir selbst,
wie auch ich
der Reflexion
ausgehungerter Vögel folge.

Ein fragiler Flügelschlag;
mitsamt der Sehnsucht
schweben wir davon.
Diese einschüchternde Liebe
passt so sehr zu unseren Herzen,
dass wir sie verstecken mussten.
Zu glauben, sie verstecken zu können.