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Dienstag, 31. Januar 2012

Beleidigung oder Kompliment?

Es war ein merkwürdiger Tag. Mit merkwürdigen Menschen und merkwürdigen Aussagen.
Einfach verwirrend - nicht auf frustrierende Art und Weise, sondern einfach nur "HÄH???".

Da mein Bruder und ich gerade das Wohnzimmer umräumen, weil wir einen Tapetenwechsel brauchen, räumen wir gerade auf und putzen wie die Besessenen.
Zusammen fuhren wir zu einem Baumarkt und wollten ein Hängeragel kaufen. Während mein Bruder auf der Suche nach passenden Dübeln war, las ich die "drei-Bilder Bauanleitung" bis ich eine männliche Stimme an mein Ohr vernahm, die nicht meinem Bruder gehörte:

"Das können Sie nicht nehmen, Mädchen", sagte der Mann mit einem befremdlichen Akzent. Meine Augen vergrößerten sich zu Tellern und ich fragte ihm entsetzt:
"Warum denn nicht?", meine Hände zitterten beim Festhalten der Holzplatten als würden sie gleich wie eine Bombe in die Luft gehen.
"Sie schaffen das nicht zusammen zu bauen.", meinte er, stumpf; banal. Mit einem verklemmten Kopfschütteln versuchte er seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen.
"Warum?", wollte ich nun von ihm wissen.
"Sie sehen zu Deutsch aus, Deutsche können das nie schaffen. Die sind nicht qualifiziert genug."
Okay. Gut.
Mein Bruder kam im richtigen Moment und machte dem Fremden seine Meinung deutlich; mit Worten und drohenden Zeigefinger - ganz deutsch halt.

Die traurige Wahrheit: Bis wir das Regal passend an der Wand hatten, verging fast eine Stunde.

Erst gestern habe ich mit dem Gedanken gespielt in die Schweiz zu gehen  - wie alle Deutschen halt - aber wahrscheinlich sehe ich dafür auch zu Deutsch aus und bin unterqualifiziert. Na gut, dann werde ich meine Nachbarn verschonen und hier bleiben. Pech für Deutschland, Glück für die Schweiz.

Des Weiteren war mein Bruder heute auch sehr "stereotypisiert" als ich ihm fragte, ob ihm kalt sei und ob er denn eine Pause einlegen möchte.
"Ein Deutscher friert nicht, und macht immer diszipliniert das fertig, was er begonnen hat."
"Jetzt hör' endlich auf mit dem Dreck. Das D-Wort ist heute tabu."
"Fein."
Wir räumten ein bisschen weiter auf.
"Ich habe Hunger auf Würstchen. Und ein Bier."
"Du trinkst doch gar kein Bier."
"Dann nehme ich eben zwei Würste."
Wir räumten ein bisschen weiter auf.
"Ob man im Ausland auch immer alles sortieren und ordentlich halten muss? Bestimmt müssen Andere nicht so viel aufräumen und organisieren wie ich. Du bist wirklich typisch D-..."
"...-Du sollst jetzt damit aufhören!"
"Oh Wahnnsinn, Emaschi!"
"Was ist denn jetzt los?"
"Jetzt, wenn ich dich genauer betrachte,", er legte eine bedächtige Pause ein. "...siehst du echt zu Deutsch aus! Deine Aura ist es, deswegen färbst du dir deine Haare auch immer! Man, das mir das noch nicht früher aufgefallen ist."
Aus tiestem Herzen seufzte er. 
Ich fing an zu Lachen und wusste nichts anderes zu sagen als:
"Na gut, ich gehe schauen, ob ich noch Sauerkraut und Würstchen im Kühlschrank finde. Bier habe ich aber nicht da."

Neue Haarfarbe:
Heute früh, in der direkten Sonne
Nachmittag, mit zu viel Make Up XD
Vielleicht machte das Rot auch zu aggressiv. (Beim Auswaschen wird die Farbe violetter.)

Demnächst folgt auch wieder ein brauchbarer Post.

Montag, 30. Januar 2012

Shopping mit meinem Bruder

Bruder: "Du bist der einzige Mensch, den ich kenne, der sich über einen neuen Pinsel mehr freut als über neue Klamotten oder Schmuck."

Ich: "Mit teuren Schmuck kann ich auch nichts malen!"

Bruder: "Aber ich bin nicht extra mit dir ins Einkaufszenter gefahren um zwei Pinsel zu kaufen, such' dir noch was Anderes!"

Von daher... mein Bruder hat mich dazu gedrängt, ich habe nicht darauf bestanden!
Also musste er mir zwei neue Pullover, eine neue Jeans, vier Leinwände, eine neue CD und drei Bücher kaufen.
Die Pinsel hab ich aus eigener Tasche finanziert. *räusper*

Einer Schuld bin ich mir nicht bewusst.


Ein Abschiedsbild für meine Haarfarbe. Werde mich jetzt ins Bad begeben und mir die Chemiekugel verpassen.

11. Blogaward

Ein herzliches Dankeschön an Marie, die mir einen Blogaward verliehen hat. Langsam fühle ich mich schon mehr als nur geehrt, dass ich schon ganze 11 Stück bekommen habe.

  1. Ich habe Vieles aus meiner Kindheit und Jugend so gut verdrängt, dass ich mich - selbst wenn ich mich daran erinnern möchte - es nicht kann. Es ist einfach weg.
  2. In diesem Jahr habe ich noch nicht einmal erbrochen.
  3. Heute habe ich an einen Sparplan für meinen Haushalt gearbeitet. Alles, was ich streichen konnte, habe ich gestrichen oder eingekürzt und alles, was sich verkaufen lässt, werde ich auf eBay verkaufen. Oder über Kleinanzeigen. 
  4. Durch meine Sozialphibie gehe ich nie alleine einkaufen. Das hat wahrscheinlich etwas Positives, weil ich somit weniger Geld ausgebe. 
  5. Eure Votes bei der Gekünstelt-Frage haben mich zuerst so sehr überrascht, dass ich Tränen in den Augen hatte. Wenn das Ergebnis so gut bleibt, werde ich euch wieder Bilder von mir zeigen.
  6. Gerade habe ich eine Flasche Wein gekillt und bin sehr gut drauf. 
  7. Ich denke so oft an meine damaligen Kaninchen, dass ich seit drei Jahren fast täglich Bilder von ihnen anschaue. Einige sind direkt vor meiner Nase an einer Pinnwand. Hier sind sie welche (plus Zwei, welche ich mit dem Handy aufgenommen hatte):

Den Award möchte ich heute "nur" an Autum vergeben.
Danke nochmal! =)

Sonntag, 29. Januar 2012

Träume die Narben hinterlassen

Verwunderlich wie jeder von uns verwundet ist. Jeder auf seine eigene Art.
Ich denke, dass jeder von uns verletzt ist. Nur manche von uns sind zu eigenwillig um es zu zeigen, oder zu verängstigt.

Letzte Nacht hatte ich einen Alptraum, wie schon so oft.
Ich war in einem Raum voller Menschen, die mich nicht bemerkten. Obwohl ich mich an ihre Hände klammerte und über ihre Füße stoplerte, sahen sie direkt durch mit hindurch - mit schwaren, leeren Augen.
Am Ende krallte ich an meine eigene Kehle, weil jedes meiner Worte meine Emotionen nicht ausdrücken konnte.

Können wir zu Monstern werden? Oder können wir - wenn auch nur für eine Weile - die Maske eines Monsters tragen?

Eine Illusion der Geisteskrankheit, was auch immer das bedeutet. Ich bin traurig, nicht verrückt - doch wo ist dort eigentlich die genaue Grenzlinie? (Und von denen kennen wir ja alle genug.)

_____


Danke für eure lieben Worte, euren Trost, den ihr mir immer spendet.
Mein aktuelles Voting ist bisher auch ziemlich... eindeutig. Das hätte ich jetzt ehrlich nicht erwartet, also werde ich mein Bestes geben, euch nicht zu enttäuschen.

Danke für 140 Leser! Es freut mich so, euch zu kennen.
Bei 150 mache ich vielleicht wieder ein Gewinnspiel, wenn jemand daran interessiert ist!?

Samstag, 28. Januar 2012

Haustier

Ich hasse die Phase, in der ein kurz-aufblitzender Gedanke zu einer stetigen Idee mit Reflexionspotenzial wird. Das ewige Einschätzen von Möglichkeit, das Abwägen der Pros und Kontras. Und sollten nach ein paar viel zu langsam vergehenden Tagen noch immer zu viel Kontras stehen, endet es sowieso nur in einem Kreisel von "Theoretisch" oder "man könnte" und "aber vielleicht".
Es nervt, weil ich an diesem Punkt schon viel zu oft war und dem Anschein nach nicht in der Lage bin aus meinen Fehlern zu lernen. Wahrscheinlich ist "Fehler" in diesem Falle auch gar nicht das richtige Wort, weil Nachdenken nie verkehrt sein kann. Nur kommt es da auf das Level der Intensität an.

Letztendlich - ohne weiterhin drum herum zu reden - stehe ich vor zwei Türen.
Tür 1: "Ja, unter folgenden Umständen..."
Tür 2: "Nein, weil..."
Und habe ich mich einmal für einen Schlüssel entschieden, schmeiße ich den anderen trotzdem nicht weg.

Seitdem mein kleiner Hamster gestorben ist, fühle ich mich ... verlassen. Natürlicherweise kann er nichts dafür, dass er gestorben ist - selbst für mich ist das logisch. Aber es ist so einsam. Das nächtliche Knirschen seines Laufrades vermisse ich, wie er immer aus seinem Häuschen gekrochen kam, wenn er hörte, dass ich einen Apfel esse (den haben wir uns immer geteilt),...
Er ist weg. Und es ist so als würden meine Schritte im Gang mit jeder vergehenden Minute ein bisschen lauter nachhallen. Auch wenn er nicht handzahm war (ich durfte ihn nur raus nehmen, wenn er satt war und gerade Lust darauf hatte), war er da. Hier. Bei mir. Und das können nicht viele Andere von sich behaupten.

Jedes Mal schmerzt es ein Tier zu verlieren. 2008 musste ich meine geliebten Kaninchen - Snoopy, Spooky, Bonnie und Clyde - weggeben, weil es durch meine jetztige Wohnsituation nicht mehr möglich war, sie unter zu bringen. Und einen erneuten Umzug konnte ich mir schon gleich gar nicht leisten.
Sie sind in gute Hände gekommen, das hoffe ich. Das rede ich mir ein, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Sie haben es gut.

Doch diese Trennung hat mich nach tief unten unter den Boden der Tatsachen geholt. Meine Kaninchen zu verlieren war für mich Herzmord, einfacher wäre es für mich gewesen mich von meinen Körper zu trennen. Sie bedeuten mir so viel. So viel, dass ich mir damals geschworen habe, das alles nicht noch einmal durchstehen zu müssen. Wenn man Schmerzen vermeiden kann, sollte man es auch tun.

Dann kam Zwerghamster Nummer 1, Bubbles. Das war der liebste Zwerghamster, der mir je begegnet ist. Manchmal hat er meinen Finger mit etwas Fressbaren verwechselt, aber gezwickt hat er eigentlich nie. Und wenn ich ihn auch am Tage sauber machen wollte, hat er sich einfach in eine andere Ecke verkrochen und war ruhig.
Zu seinem Todestag war er 2,5 Jahre alt. Das war sowieso ein sehr guter Durschnitt, meinte die Tierärztin.

Erneut kamen Tränen, Verzweiflung und Selbstversprechen, die ich nicht ein halbes Jahr später wieder gebrochen habe. Hamster Nummer 2, Luftakrobat und anatomisches Wunder Ruffy, der Kleine, der vor ein paar Tagen von mir gegangen ist
Alt war er noch nicht. Ein bisschen mehr als ein Jahr. Es gab auch keine Anzeichen dafür, dass er eine Krankheit gehabt hätte. Am Abend davor hat er gefressen, getrunken, ist seine Runden gerannt und das gemacht, was ein Hamster eben tut. Am Morgen lag er tot in seinem Haus.

Es macht mich wahnsinnig vor Trauer, weil ich es nie gelernt habe mit Verlusten um zu gehen. Mein Herz ist zu anfällig und sensibel für so etwas.
Die Angst vor dem vollkommenden Zusammenbruch, dem Gezwungensein in Isolation zu verweilen und aus eigener Kraft nicht aus diesem Bann brechen zu können. Es ist erbärmlich und herzzerreißend.

Wünsche ich mir auch so sehr wieder ein Paar Kaninchen, sprechen zu viele logische Gründe dagegen.
Weder habe ich einen Job, dass ich für die finanzielle Verpflegung, die über die Notwendigkeit hinaus gehen, maßgebend versichern könnte. Noch habe ich ein schönes Plätzchen für sie, sollte ich mal wieder einen Ausflug ins Krankenhaus machen.
Mein Bruder würde sie schon füttern und pflegen, jedoch weiß ich nicht, ob er ihnen die emotionale Zuwendung geben kann wie ich es an seiner Stelle tun würde.

Zeit habe ich, aber nur gerade. Wenn die Ämter weiter Stress machen, sieht es sowieso danach aus, dass ich mich wieder irgendwo bewerbe und arbeiten gehen werde.
Es würde mich traurig machen, wenn ich wüsste, dass die Beiden den Tag in ihrem Käfig frissten müssten und nur Abends für eins-zwei Stunden Freilauf bekommen würden.

Eigentlich sollte ich mich um wichtigere Sachen kümmern. Papierkram mit den Ämtern, Jobsuche, die letzten Kontakte, die mir noch bleiben, pflegen, gegebenfalls Kliniksuche, Therapieplatz, verdammte Scheiße: Ich habe nicht mal ein Bett, sondern nur eine Matratze. Darin könnte ich Geld investieren und ich überlege, ob ich mir aus ohne Zweifel egoistischen Gründen Haustiere anschaffen soll.
Was muss ich nur für ein schrecklich unerfahrener, trotteliger Clown sein. Ein Tier füllt die Leere nicht für immer und dann... ist es nur noch peinigender.

Ich vermisse die Kleinen.... Sie waren meine Freunde.
Bei mir hätten sie es gut, denn ich würde alles dafür tun, dass es ihnen gut ginge. Doch habe ich nicht viele Möglichkeiten um es ihnen gut gehen zu lassen.

Ach... man...

Ertrunken an deiner bitteren Melancholie

 Leichtgläubig und naiv, doch nicht ganz so unschuldig wie ein Kind sein sollte: Damals hast du mir gesagt, dass Ertrinken die friedvollste Art wäre zu sterben. Ich weiß nicht mehr, warum du es mir gesagt hast, und weiß auch nicht mehr, warum die Tränen wie aus einem kleinen Fluss aus den Augen floss.

In dieser Nacht umringte mich eine Flüssigkeit von tiefster Schwärze, wie eine Decke aus schwerem Beton. Der Sauerstoff, der mir so lieb war, entbahr sich meinem Körper. Obwohl mein Mund so fest verschlossen war, dass nur ein dünner Schlitz von ihnen zu sehen war, kratzte sich das Salzwasser mit Klingen an mir.

Ausgeliefert sein, umringt von vollkommenen Nichts. Kreis umschlossen.
Die Gliedmaßen leicht wie Federn, die vom Wind in die Ferne getragen werden; das Innere, der menschliche Kern allen Lebens, schwer wie ein Anker in der Lunge.


Als ich erwachte und an deine Worte und deine traurigen Augen dachte, merkte ich, dass ich zu viel von dem verfluchten Wasser geschluckt haben muss: Denn, egal wie sehr ich mich bemühte, die Leblosigkeit, das stumpfe Gefühl von toter Flüssigkeit, war fortan ein Teil von mir.
Es trocknet nicht mehr von meiner Haut, lässt sich nicht aus meinen Körper pressen - es ist da, innen drin. In mir.

Die zerdrückende Erinnerung an einem Traum, ein Schauer für die Ewigkeit,... nein, friedvoll ist das nicht. Wie kamst du überhaupt auf den Sinn, dass es einen friedvollen Tod geben sollte?
Vielleicht war ich dem Seelenheil am Nähsten, so nah wie ich ihm vielleicht nie wieder sein werde, als ich damals im Traum ertrunken bin.

Freitag, 27. Januar 2012

Konfus

Die Frage, die gestellt wurde, ist offensichtlich einfach und doch kann ich durch den Schleier nicht hindurch sehen.

"Obwohl du natürlich schon ziemlich gut im Bilde darüber bist, was mit dir nicht stimmt... oder??"

Ich weiß es nicht. Mit mir stimmt alles, mit meinen Gedanken manchmal nicht. Aber wer hat denn da einen besseren Überblick?

Die Klinge liegt im Badezimmer, es verlangt nach mir. Wie gerne würde ich mir jetzt die Haut aufreißen, doch eigentlich will ich das nicht. Ich muss, irgendwie, obwohl es auch nicht notwendig ist.
Oder doch?

Mein Hamster ist tot.
Die Erinnerungen an ihn würde ich mir gerne gegen den Schädel rammen. Oder herunter spülen - ein paar Sclücke und es wird besser sein.

Ich bin verwirrt.
Vorhin habe ich mir Skalpellklingen bei eBay ersteigert. Drei... zwei... eins - .... neue Verbände brauche ich auch!

Im Krankenhaus hat die Frau Doktor keine gute Arbeit mit dem Kleben geleistet. Sie war aber sehr freundlich, deswegen verzeihe ich ihr das.


Gerade arbeite ich an einem Plan wie ich das Wohnzimmer umstellen kann. Der Käfig kann ja jetzt weg.
Habe ich euch schonmal gesagt, dass ich gerne ein Paar Zwergkaninchen haben möchte?
Über die Weggabe meiner Früheren bin ich nicht hinweg und das ist schon über 2 Jahre her.

Wie die Zeit verfliegt.

Leah hat sich noch immer nicht gemeldet. Und ich gehe auch nicht davon aus, dass sie es wird. Es ist ja auch meine Schuld, und jeder sagt mir nur, wie gut sie es nachvollziehen können. Ich kann es auch nachvollziehen, aber wer zieht anstelle bei mir?
Aufziehroboter - Dreh' die Schraube, dreh' sie.

Solange ich keine Flashbacks oder Panikschübe bekomme, ist alles in Ordnung. Alles im Bilde. Mein Kopf soll einfach ruhig sein, dann ist der Rest auch in Ordnung.


Ohne meine Lorazepam-Tabletten bin ich das Wochenende am Arsch.
Zum Arzt traue ich mich aber auch nicht.

Ach, ich vermisse Leah und Mina. Auf der anderen Seite ist es schon ok, dass ich alleine bin. Dann kann ich keinen Schaden außer mir.

Ich weiß nicht, was mit mir nicht stimmt.
Stimmt mit mir was nicht?
Es geht mir doch nicht alleine so! Das sind noch andere Menschen, die nicht stimmen.

Bilder sind wie Schubladen. Brennen sollten sie. Alle Bilder, die ich je gemalt habe, sollten verschwinden.

Mit mir stimmt Alles.
Mit mir stimmt Gar Nichts.

Gedanken

Wenn es darum geht, was ich denke, muss ich zugeben, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich weiß, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Soll ich dann auch noch ganz ehrlich sein, kann ich mir gerade deutlich etwas anderes vorstellen.

Vorzugeben Jemand zu sein, der diesen Schmerz nicht spürt, schürt den Schmerz innen drin nur noch mehr. Der Hülle kann ich schaden, doch es ist einfach nie genug,

Donnerstag, 26. Januar 2012

"... In den Spiegel gefallen"

Zuerst hatte ich die Wahl zwischen dem Ausleben zerstörerischen Impulsen oder Medikamente schlucken.
Dann musste ich mich entscheiden zwischen das Beste hoffen oder zum Arzt zu gehen.
In beiden Fällen hatte mich mich für die erste Variante entschieden.

Und während ich dann in der Badewanne saß und meine Hand nicht mehr zu bluten aufhörte, fragte ich mich, warum ich nicht die Unterseite meines Armes gegen den Spiegel geschlagen habe.
Die Schmerzen haben mich kaum Atmen lassen und durch die Kreislaufschwäche hatte ich Probleme mich bei Bewusstsein zu halten. Gut, das meine Angst mich irgendwann doch zum Hörer des Telefons greifen lassen hatte.

Mein Bruder hat mich ins Krankenhaus gefahren, weil mich "ein praktizierender Arzt sowieso in die Notaufnahme schicken wird".
Wahrscheinlich war es der bessere Weg, wenn man wie ich "aus Versehen in den Spiegel gefallen" ist. 

Wenn ich während der Autofahrt gedacht hatte, dass ich die Schmerzen kaum aushalte, wurde ich während der Behandlung eines Besseren belehrt. Die Röntgenaufnahme ging flott. Die Notfallchirurgin musste sicher gehen, dass keine Scherben unter die Haut gelangt waren.
Um Splitter aus der Wunde zu waschen, wurde alles mit einer Lösung gespült und wieder zugeklebt.

Dann hatte ich wieder die Auswahl: Entweder eine Nacht im Krankenhaus für 10€ oder eine Heimfahrt mit einem nörgelnden Bruder an meiner Seite und einer Menge Scherbenhaufen, die nur darauf gewartet hatten, weggeräumt zu werden.
Das Erste. Mein Bruder hat sogar die Gebühr gezahlt.

Man ließ mich am Fenster schlafen. Neben mir zwei gebrochene Beine und ein Simulant, worauf ich jetzt aber nicht genauer eingehen werde. Geschlafen habe ich nicht, aber mir von der Schwester alle zwei Stunden eine Kanne Tee bringen lassen.
Nochmal frisch eingewickelt und ab nach Hause ging es - in zwei Tagen solle ich es nochmal von einem Arzt anschauen lassen. (Na klar, zum Samstag...)

Ihr braucht euch keine Sorgen machen! Es ist halb so schlimm.
Es ist bloß.... gerade die Maushand!
Und malen werde ich auch nicht können...
Hört sich nach einem spannenden Wochenende an...

Mittwoch, 25. Januar 2012

Wenn, Aber oder Nichts

Letzte Woche sagte mir das Arbeitsamt - oh, entschuldigt, die Agentur für Arbeit - ich müsse Krankengeld bei meiner Krankenkasse beantragen.
Heute hatte ich einen Brief von genau dieser im Briefkasten, der mir sagt, dass ich verpflichtet bin "eine Gegenmaßnahme zur Rehabilisierung Ihrer Krankheit" nach zu weisen.
Doch selbst wenn ich einen Klinikplatz finden sollte oder einen ambulante Therapiestelle, das wird Monate dauern bis ich da wirklich wäre.

Leider habe ich erst am 7.2. erst wieder einen Termin bei meinem Arzt. Bis dahin warten oder gleich hin? Der kann aber an der Situation auch nichts ändern.
Keine Ahnung, was die alle von mir wollen....

Mir ist das zu hoch.

Dienstag, 24. Januar 2012

Und doch... sie wird niemals verschwinden...

I.
Ein Gewittersturm in meinem Bett. Blitz und Donner zucken in meinem Kopf, lösen dumpfe Schreie.
Gießender Regen fällt auf meine Brust, meine tränenbenetzen Wangen und den Bereich zwischen meinen Schenkeln.

Angst.
Sie schöpft aus jedem Traum Einsamkeit.

II.
Bekannter Alptraum, Essenz vergangener Nächte in Schmerz verlebt. Er lebt auf meinem Kopfkissen, krallt seine kräftigen Finger zwischen meinen Haaren. Fest verankert bis in die letzten Gehirnströme.

Angst.
Wenn Schlafen selbst die Hoffnung frisst.

III.
Da sind Lügen, versteckt unter dem Kragen meiner Jacke. Reinlich in den Stoff gefaltet.
Das Gefühl im Wasser auszutrocknen: Lasse Niemanden die Wahrheit erfahren.

"Du bist nicht auf dieser Welt, um gefoltert zu werden."

Angst.
Liebt mich nicht.

IV.
Ein Fluch, mein Herz umwickelnd, den Mund versiegelnd: Ersticke ich am Anblick vergessener Dämonen. Wünsche ich mir auch, die Vergangenheit würde auch vergangen bleiben, weiß ich, dass Worte und Bilder, kleine Szenen sündenhafter Bestrafung, immer wieder kehren.
Ein nächster Blitz.
Donner im Gehirn.

Angst.
Liebt mich zu sehr, um mich sterben zu lassen.

V.
Ein Monster starrt mich an: Zwischenwelt der Visionen und Reflexionen.
Spiegel der Erinnerung, ein zwarter Hauch brachialer Gewalt. In meinem Kopf ist noch immer zu viel es, viel zu viel ihr, und vorallem zu viel er.

Angst.
Sie ist das, was mich auseinander reißt und gleichzeitig zusammenhält.

Unreale Monsterwelt. Ein Leben in universaler Alptraum-Spähre.
Die Angst die in der Leere meiner glanzlosen Augen zu erkennen ist.


Kleiner Soldat! Rekrut, still gestanden!
Sei ein Mann und verberge deine Schwächen! Deine Disziplinlosigkeit kennt keine Grenzen!
Abtreten!

Durch die Risse

Inmitten der Schatten alter Freunde
wartest du auf ein Lebenszeichen,
einen Wegweiser, der dir sagen kann,
wo das Leben endet.

Mit einem Herzschlag bezahlst du die Sekunden,
mit einem Stoßgebet entlohnst du einen Puls.
In dir drin ist es tot:
Die Leere nahm dir Seele und Verstand,
Impulse führen deinen Körper.

Noch immer watest durch Schatten,
doch wenn immer ein Licht deine Haut berührt,
drehst du auf flüsternden Zehenspitzen
und läufst davon.

Der Ferne nah siehst du sie:
Fleisch und Blut, nachdem du hungerst,
mehr noch eine Seele zum Füllen einer verwaisten Hülle.

Durch die Risse deiner Zerbrechlichkeit
möchtest du deine Arme strecken,
nur reicht die Weite nie.
Es ist ein Traum darauf zu hoffen,
dass eine Hand der dunkelen Mauer trotzt
und greift
nach dir.

Nachtrag zum selben Thema

Danke für eure Kommentare, Hilfestellungen und Tipps! Es tut mir leid, dass ich nicht jeden einzelnen Antworte, aber ich sollte meine Stellung noch einmal verdeutlich.
An dieser Stelle möchte ich noch etwas an den vorherigen Text anschließen, weil ich der Meinung bin, dass es nicht richtig rüber gekommen ist.

Zu den Beiden war ich immer ehrlich. Ich habe ihnen schon vorher gesagt, dass ich nicht über meine Kindheit mit ihnen sprechen werde, und damit waren sie Beide einverstanden.
Und klar klingt das jetzt nach eine Ausrede oder etwas, womit ich versuche mein Gewissen zu erleichtern: Mehr Andeutungen als ich Leah und Mina gemacht habe, konnte ich gar nicht machen. Es sei denn ich hätte mir ein Leuchtreklameschild "PTBS! Nicht ohne Grund!" umgehangen.

Und - wie nett es auch von euch gemeint ist - ich HABE ihnen bereits geschrieben, was ich euch gestern erfahren lassen habe. Ich habe mich entschuldigt, ich habe meine Ansichten und mein Verständnis vermittelt -seitenlang.
Was bleibt mir anderes übrig als zu warten oder aufzugeben?


Ich bin nicht geduldig genug, um mir noch mehr weh zu tun als ich es bereits habe.
Am Besten ist es, wenn sie ihr eigenes Leben weiterführen können. Es sind zwei einzigartige Mädels, die so viel Besseres verdient haben.

Und wie gesagt.... auch wenn es feige erscheint, ich will nicht mehr.

Manche Menschen haben wirklich gar keinen. Genau das möchte ich unterstreichen.

Eine beste Freundin, die zu viel zu tun hat mit Uni und - oh, wie ungewöhnlich - Leben, um näheren Kontakt zu halten.
Zwei Arbeitskollegen, die sich nicht melden, und wenn ich sage nie, meine ich nie.
Einen Bruder, der sich nie meldet, und wenn ich sage nie, meine ich nie.
Einen Vater,.... blabla...
Ich denke, ihr versteht, worauf ich hinausmöchte.

Und es geht mir gerade auch nicht um Selbstmitleid oder Ähnliches. Es ist... egal. Es macht keinen Unterschied, weil ich ohne sie genau in der selben Situation bin wie mit ihnen. Deshalb gebe ich es auf.
Es ist halt gehüpft wie gesprungen. Gleichgültig. Ohne Unterschied.
Ich bin hier, sie sind dort - genau wie vorher auch. Nur Winken sie mir jetzt nicht mehr zu.


P.S.: Mein Hamster habe ich heute Nacht beerdigt. Nur ich komme auf die Idee einen schneebedeckten, gefrorenen Boden mit einem Löffel aufzubuddeln. Ich vermisse den Kleinen... =(

Montag, 23. Januar 2012

Déjà-vu oder "The downfall of a higher building"

Und bitte versteht es nicht falsch: Es ist nicht so, dass ich jemanden - fassungslos vor Wut - einen Vorwurf mache. Ich bin nicht verärgert, da mir einfach der Überraschungscharakter fehlt. Nicht das erste Mal wird mein Herz auf diese Art und Weise verletzt, nicht das erste Mal verliere ich eine geliebte Person.

Und ich werde euch einfach ein bisschen davon erzählen, weil die Situation sowieso nicht geändert werden kann und es dementsprechend egal ist, wie ich mich dabei fühle.

Das Jahr 2011 war nicht mein Jahr. Jeder, der meinen Blog längere Zeit verfolgt, weiß das oder kann es sich zu Mindest denken. Der absolute Höhepunkt dieses 365-Tage Horrortrips war der Monat Dezember.
Gedanklich versetzte ich mich dort hin zurück.

Vielleicht sollte ich nur vorher erwähnen, dass ich im Allgemeinen nicht sonderlich viele Freunde habe. Um den Stier eindeutig bei den Hörnern zu packen: Zum Zeitpunkt Depzember Drei.
Meine beste Freundin, die leider ca. 450 km von meinen Aufenthaltsort entfernt wohnt. Sie von daher mit der Situation nicht viel zu schaffen hat
Und zwei (Ex-)Arbeitskollegen, die ich hier Leah und Mina nenne. Jedoch andere Namen haben.

Leah kenne ich seit mehr als zwei Jahren und seit Anfang an haben wir uns gut verstanden. Sie ist ein offener, hilsbereiter Mensch, und obgleich manchmal recht schusselig, immer gewillt alles ihrem Gewissen nach Richtig zu machen.
Sie war mein Augenstern. Ehrlich gesagt, wäre meine Arbeitsstelle ohne sie nur halb so erträglich gewesen.
Sie hat mir viel anvertraut, von ihren derzeitigen Problemen mit der Männerwelt, mit den Streiteren zwischen ihrer Mutter und ihr, von ganz alltäglichen Begebenheiten,...
Jederzeit habe ich versucht ihr zu helfen - wenn auch manchmal nur mit Zuhören, war auch ehrlich genug zu sagen, dass ich nicht unbedingt weiß,  was ich zu dem ein oder anderem Thema sagen solle.
Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Ich habe sie sehr lieb  gewonnen.

Mina ist ein paar Jahre älter als ich, funktioniert zusätzlich auch als Sprachrohr mit Lebenserfahrung. Sie ist direkt, und viele Leute verschreckt das. Doch ich habe sie für diese Eigenschaft immer verehrt.
Was sie sich zu sagen gewagt hat, habe ich mich nicht einmal getraut zu denken. Ohnehin ist sie ein lieber Mensch. Ihre Art kommt schroffer rüber als sie ist.

Jetzt habe ich sie verloren, weil ich so bin wie ich bin. Groß entsetzt bin ich nicht, würde ich mich als andere Person kennen lernen, wäre ich nach einer Weile entweder schockiert oder gelangweilt. Nun aber mal zum eigentlichem Grund dieses Postes zurück:

13.12.2011
Mein Chef offenbart mir, dass mein zweijahres-Vertrag ausläuft und ich nicht übernommen werde. Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht konnte oder nicht wollte, doch er übergab mir nur den Brief und sagte, dass ich schon was Anderes finden werde und beruhigte mich dahingehend nicht weiter.
Für Stunden schloss ich mich im Bad ein, heulte wie besessen und mein panikerfasster Körper blutete aus allen Poren. Einige Kollegen machten sich Sorgen, doch haben mich nicht gefunden.

Unter Tränen habe ich mich in mein Labor zurückbegeben. Unter Tränen habe ich gearbeitet.
Unter Tränen wurde ich nach Hause gefahren.
Unter Tränen blutete ich die ganze Nacht.

14.12.2011
Aus mir derzeit unbegreiflichen Verantwortungsbewusstsein schleppte ich mich trotz wiederkehrender Flashbacks, Panikschüben und Heulkrämpfen zur Arbeit.
Es war ein Kampf, ein brachiales Kräftemessen zwischen siuizidalen Absichten und den letzten menschlichen Gefühlen der Selbstschutzerhaltung. Mir wurde es zu viel, schier unmöglich mich zu konzentrieren oder nur einen Handschlag zu tun ohne in einen Zustand unkontrollierbaren Selbstmitleid zu verfallen.
Des öfteren bekundigte Leah ihre Sorge um mich. Doch wahrscheinlich hat das mein Feuer nur geschürt:
Die Ängste setzten sich immer heftiger in mir fest. Wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen arbeite, wird sie mich auch bald vergessen haben.

Obwohl ich mich erst weigerte, hatte Leah mich letztendlich davon überzeugt, zu meinem Psychologen zu gehen. Fürsorglich wie sie immer war, kam sie mit und wartete sogar auf mich im Wartezimmer.

Dem Arzt brauchte ich nicht groß erläutern, was in mir vorging. Da ich bei einem Gespräch mit ihm meist alles sowieso nur andeute (und das sind schon Fortschritte), dachte er sich das Meiste von selbst: Verschrieb mir Tavor, schrieb mich arbeitsunfähig und bestand darauf, dass ich am Abend nochmal zu ihm kommen solle.

Gesagt - getan.

Am späten Abend - nach seinen üblichen Sprechzeiten - saß ich wieder in dem Zimmer. Jeder, der schon einmal mit einem Psychiater (oder Ähnlichem) über Suizid geredet hat, kennt die Fragen:
"Wie würden Sie es tun?"
"Drängen sich diese Gedanken auf?"
"Haben Sie schon einmal mit jemandem darüber gesprochen?"
"Verspüren sie Aggressionen einem anderen Menschen gegenüber?"
"Haben Sie Ihre Interessen und Kontakte gegenüber früher eingeschränkt?"

Wenn man weiß, was man zu sagen hat, ist ein Gespräch einfach. Wenn man jedoch weiß, was man alles falsch sagen kann und trotzdem entgegen dem eigenen Gewissen und Verstand wahrheitlich antwortet, gestaltet sich alles schwieriger. 

Wie dem auch sei: Wundersamerweise ließ er mich wieder die Freiheit meiner Depression genießen und schickte mich mit der Bitte um einen morgigen Besuch erneut nach Hause.
15.12.2011
Das die Nacht qualvoll und schlaflos war, erwähne ich erst gar nicht. Zumal meine Erinnerungen daran ziemlich schwach bis wenig vorhanden sind. Ich schien einfach nicht aus diesem Alptraum aufzuwachen. Flashbacks, Schreie, Schnitte, Sprünge gegen die Wand, Todewünsche, Hoffnungslosigkeit - totaler Systemzusammenbruch. 

Es war nicht das erste Mal, dass ich aus Verzweiflung heraus zur Flasche gegriffen habe - das liegt gewiss an den Genen. (Papa, sag' mir: Ab wieviel Flaschen Bier pro Abend zählt man als Alkoholiker? 4? 8? 10? Ein Kasten plus eine Flasche Schnaps?)
Und getrunken habe ich: Alles, was da war. Erst Wein, dann die Flasch Backrum, die ich noch da hatte, noch eine halbe Flasche Wein, irgend-so-ein-süßes-Schlabberzeug, da noch ein Schluck, da noch einen... Bis ich so dicht war, dass ich Leah angerufen haben muss.
Nein, an den Anruf kann ich mich nicht erinnern. Filmriss. 
Man hat mir später erzählt, dass ich mit einer Hand voll Tabletten die Straßen entlang getorkelt bin, Leah und Mina mich aufgesammelt habe nachdem ich schon einige Tabletten in meiner Hand geschluckt habe (die ich übrigens für Süßigkeiten hielt) und mich dahin gefahren, wo ich nicht sein sollte: Beim Psychiater. 

Die Überweisung in die Geschlossene war schnell geschrieben. 
Meine Meinung dazu fand man in der Mitte vom Bürgersteig. (Den Rest während der Autofahrt noch drei mal. Tja, wenn man eine Meinung hat, muss man auch mit Überzeugung da drüber stehen)

Diese 20 Minuten Autofahrt waren dann wohl mein Urteil. Der Moment, in dem ich Leah und Mina davon überzeugt haben muss, dass ich ein kompletter Psychopath bin.
Ich habe viel vor mich hin erzählt, habe unter Tränen von meiner "Kindheit" gefaselt, habe von meinem Selbsthass berichtet. ("Ihr bringt mich aber nicht zu meinem Vater, oder? Da kann ich nicht hin. Ich hab Angst. Dafür bin ich noch zu klein! Ich darf das auch nicht erzählen! Ich hasse die Person, die ich geworden bin. Lasst mich einfach sterben. Ihr bringt mich aber nicht zu meinem Vater, richtig? Bitte tut mir nicht mehr weh. Das ertrage ich nicht mehr länger.") 
Und das war selbst unter Alkoholeinfluss unbeabsichtigt - die Beiden haben die verfickten Schnittwunden an meinen Armen und Oberkörper gesehen. 
 
Was ich noch weiß, ist, dass ich dem Arzt angefleht habe, mich nicht an zu fassen und diesen ekelerregenden Körper nicht an zu schauen. 

Dann bin ich neben einem piependen Apparaten eingeschlafen und für den Tag nicht mehr aufgewacht. 

19.12.2011
Nüchtern, allerdings nicht mehr bei Verstand habe ich mich entgegen ärztlichen Rates entlassen.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht von dem, was ich im Auto und danach erzählt habe und wollte auf dem Heimweg schnell noch bei meinem Arbeitsplatz vorbei, um mich bei Leah und Mina zu bedanken. 
Mina schenkte mir ein Lächeln und fragte nach meinem Befinden. Hätte sie Andeutungen gemacht, hätte ich nichts gemerkt. 
Leah allerdings schaute mich nur an und fing an zu stottern. 
"Hi... du bist schon wieder hier?"

Mehr kam von ihr nicht. 
Mina sagte noch zu mir, dass sie alles sehr mitgenommen hat und sie überfordert war. 

Geknickt, doch verständnissvoll ging ich nach Hause.
Fing wieder an zu grübeln und machte mir Vorwürfe.

20.-28.12.2011
Täglich versuche ich Kontakt mit Leah aufzunehmen. Habe ihr SMS geschrieben, Mails, angerufen... Nichts. Ich wusste nicht was los war. Immer wieder machte ich mir Vorwürfe und immer wieder wollte ich mir ein Ende setzen, damit ich nie wieder Menschen weh tun konnte. 
Warum meldete sie sich nicht mehr? Ohne ein weiteres Wort? 
(Man muss bedenken, ich wusste zu dem Zeitpunkt auch nicht genau, WAS sie so überfordert hat.)

31.12.2011
Ich wandte mich an Mina, um heraus zu finden, ob es Leah gut ginge. Auf einen Anruf hat sie nicht reagierte, deswegen schrieb ich ihr eine SMS. 
Die Antwort hatte ich schon auf meinem Blog gepostet:
 
"Vielleicht sollten wir uns mal ganz ehrlich unterhalten, weil ich mit deinen Andeutungen auch nicht schlauer werde. Schön wäre es, wenn du mal ganz ehrlich wärst und nicht versuchst dein Umfelt zu verarschen. Angefangen bei deinen Freunden und endend bei deinem Therapeuten. Ist auch nicht böse gemeint, ich mache mir auch nur Sorgen! Denk darüber nach und wenn du willst, können wir gern morgen Nachmittag telefonieren. Brauchst nur anklingeln, ich ruf dich dann zurück!"

Falls ihr es euch nicht denken könnt: Daraufhin bin ich wieder ausgetickt. Blut, Panikattacken, Flashbacks,... das übliche Übel.

01.01.2012
Das Gespräch lief ganz gut, besser als gedacht.
Sie meinte, dass Leah und sie einfach vollkommen überwältigt waren, dass es mir so schlecht ging, dass sie sich gar nicht vorstellen konnten, dass sie nichts gemerkt hatten, dass ich nie darüber geredet habe,... bla bla bla.... 

Mina war enttäuscht. 
Leah vollkommen überfordert.
Beide dachten nun, dass sie mich mit ihren Problemen, die sie mir über die Jahre anvertraut hatten, nur mehr geschadet hatten und waren der Überzeugung, dass ich ihnen nicht vertraue. Denn ich sagte ihnen ja nichts, gar nichts. 

Genau jetzt kommen wir zu dem ironischen Punkt: Die Zwei (plus meine nicht involvierte beste Freundin, versteht sich) sind die zwei Menschen, denen ich hier am Meisten vertraut habe. Am Meisten anvertraut habe. 
Doch wisst ihr, was es für mich bedeutet? 

Leah war eine Vertrauensperson für mich, die nun widerum dachte, ich vertraue ihr nicht. Sie meldet sich nicht, deswegen vertraue ich Keinem. 
Das ist jetzt nicht so daher gesagt. Jetzt ist Schluss damit. Ich will nicht mehr, dass ich letztendlich immer der Schuldige bin. Und so liegt es ja auch dar: Keiner "merkte" wie schlecht es mir ging, durch ein Unglück erfahren sie mehr als ich ihnen erzählt habe, sie sind entsetzt, enttäuscht, ich hätte ja was sagen können und bin wieder am Anfang: Das verfluchte schwarze Schaf. 


Bisher hat sich Leah nicht gemeldet. Noch in dieser Minute könnte ich mir die Augen ausheulen. 
Warum ich es nicht tue?
Man gewöhnt sich dran. Es ist ok. Ich möchte ihr nicht weh tun in dem ich schweige. Ich möchte ihr nicht zumuten sich meine Vergangenheit und Gegenwart aufzulasten. 

Es tut nur so weh... Es tut so schrecklich weh... Das sie mir nicht einmal eine Chance gibt, mich persönlich zu entschuldigen. Dass sie es vehemmend abwehrt, dass ich mich von ihr verabschieden darf. 
(Dieser Wunsch ist egoistisch wie meine Verschwiegenheit zuvor.)

Mina sagt, sie versteht es - andeutungsweise. Sie wäre an meiner Seite und wenn ich reden will, wäre sie immer da für mich, jederzeit kann ich mich melden. 
Das habe ich verstanden. Haltet es für beschränkt, aber auch das ist nicht das, was mir helfen wird: Ich muss mich immer zu erst melden. Niemand kommt mal auf die Idee und schreibt mir inmitten einer Woche grundlos ein "Na? Wie geht es dir?" oder "Hast du nicht mal Lust am Wochenende etwas zu unternehmen?"
Man antwortet nur, wenn ich frage. Man reagiert nur, wenn ich mit einem Vorschlaghammer vor ihnen stehe. 

Und davon bin ich so müde. Bitte versteht es nicht als Undankbarkeit, bitte nicht, ich liebe die Beiden wirklich sehr, nur das macht den simplen Fakt einfach noch unerträglicher. 
Leah kommt mit mir nicht klar. 
Mina hat auch andere Sorgen.
Sie haben ein anderes Leben, ich nicht.
Sie werden einen Schritt weitermachen, und ich werde versuchen ihre Fußstapfen zu verwischen. 

Innerlich fühle ich mich tot. Verlassen. 
Freudlos. 
Ich habe verstanden, dass ich nie den Mund öffnen sollte. Wenn ich nichts sage und so vorgebe, alles wäre ok, waren wir Freunde. Als ich sagte, was in mir vorgeht, stand ich wieder allein da. 
Das sind nachvollziehbare Konsequenzen. 



Oder ist das ganze doch nur ein Alptraum und ich bin seit dem 15. Dezember einfach noch nicht aufgewacht?

So einsam, dass nur ein Schnitt mich noch am Leben hält.
Und die Zeilen in diesem Blog. 
Wenn sich wirklich eine Person durch dieses Gedankenchaos gewusselt hat: Respekt und vielen herzlichen Dank!

Sonntag, 22. Januar 2012

Enttäuschung

Ich habe gesagt, dass ich ihr vertraue und ihr Zeit lassen werde. Doch egal, wer mir ihre Beweggründe zu erklären versucht hat oder wie genau man Kleinigkeiten erläutert hat, alles, was sie auch sagten, klang wie:
"Du bist es einfach nicht wert."
Und wahrscheinlich bin ich das auch nicht.

Samstag, 21. Januar 2012

Eins bedeutet "Zu wenige"

Wasser und Seife reinigen meine Hände. So unsauber bin ich, nur waschen hilft.

Vor etwa 10 Minuten erinnerte ich mich an ein Ritual, welches ich mir in der Grundschule angewöhnt hatte: Ich bin von meinem Stuhl aufgestanden, zum Waschbecken gelaufen und habe die Schritte gezählt. Gerade erst hatten wir gelernt, was eine gerade und eine ungerade Zahl ist, deshalb war ich bedacht darauf, bei einer geraden Zahl meine Schritte zu beenden.
An diesem Tag bin ich mit meinem Cousin nach Hause gegangen, weil wir zur gleichen Zeit Schulschluss hatten. Wir redeten nicht, weil ich die Anzahl der Grasbüschel am Straßenrand gezählt habe. Auch sie endeten mir einer geraden Zahl, und ich fragte mich damals, ob das wohl eine Bedeutung habe.

Am Abend dieses Tages beobachtete ich meine Brüder wie sie gemeinsam Karten spielten. Die Karten flogen hin und her, und ich konnte nur wie in Trance die einzelnen Blätter zählen. Ein Stapel von 4, ein Stapel von 8, ein Stapel von 3 - "Halt! Ihr müsst da noch eine hinpacken!"
Zu diesem Moment habe ich nicht verstanden, warum sie nur sagten: "Nein, das ist genau so wie es sein soll."

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.
Der Mensch, der diese Zeilen von sich gegeben hat, muss ein Genie gewesen sein. Oder ein kompletter Freak.
Sagen wir es so: Mich hat es bisher nicht weit gebracht. Nummern kontrollieren. Bestände kontrollieren. Anzahlen kontrollieren. Einen Brief nochmal aufzureißen, um zu schauen, ob sich nicht doch irgendwo zwanzig Fehler eingeschlichen haben. Das Einkaufscenter ohne etwas in der Hand zu verlassen, weil ich nochmal kontrollieren muss, ob ich nicht das Licht angelassen habe. Einfach aus einer intuitiven Laune heraus zur Bank zu gehen, um zu kontrollieren, ob der Geheimcode noch stimmt.

Autos sind besonders schlimm. Sehe ich Autos an mir vorbei fahren, dränge ich mich automatisch so weit entfernt wie es die Zäune und Wände der Stadt erlauben. Höre ich das Geräusch brummender Motoren, schlägt mein Herz so laut, dass ich meine, das Echo müsste hörbar sein.
Im Auto schaue ich immer, ob jeder Insasse angeschnallt ist. Teste noch einmal nach, drücke nochmal fester zu.

Niemals könnte ich einen Führerschein machen, damit habe ich mich abgefunden. Die Angst ist zu groß, der Zwang zu mächtig - die Erinnerung, an die ich mich nicht erinnere, zu stetig.
Ja, ich weiß, dass es sich bescheuert anhört. Ist es auch.
Vor Jahren war ich - mehr oder weniger - in einem Verkehrsunfall verwickelt. Ein Junge, mit dem ich mich sehr gut verstand und oft spielte, ist dabei ums Leben gekommen. Man könnte denken, dass ist der Grund, was mich an Autos abschreckt, aber ich kann mich an dieses Erlebnis nicht erinnern.
Es ist weg. Es ist passiert, aber nicht mehr da.

Genau wie viele Geschehnisse meines Lebens. Ausgefiltert, von meinem Kopf in den Sondermüll degradiert.
Es ist ungerade: Eins gibt es nicht, zwei schon, drei hat die Kurve nicht bekommen, vier winkt mir gerade zu, fünf ist mit sieben einen Saufen und 6 macht nur gerade Ferien.

Noch eine rituale Gedächtnis-Reinkarnation:
Meine Familie und ich waren frisch in ein kleines Häuschen gezogen. Es muss kurz nach Weihnachten gewesen sein, denn ich war wie verhext von meinem Game Boy Color und dem dazugehörigen Pokémon-Spiel.
Mein Bruder rief nach oben, dass das Essen gleich fertig ist und ich den Tische decken solle. Und ich konnte nicht, literarisch, ich konnte nicht. In meinem Pokédex war angezeigt, dass ich 15 Pokémon gefangen hatte. Das ist zu ungerade. Bevor ich dieses Spiel beenden könnte, muss ich noch eins fangen.
Irgendwann begab ich mich die Treppe herunter: Versicherte mich aber, dass ich nur jede zweite Stufe nahm.
Mein Vater hatte uns Rühreier gemacht. Und ich saß am Tisch und konnte nicht essen. Verührte Eier konnte man keiner Anzahl mehr nachweisen.
"Iss jetzt dein Abendbrot!", meinte er zu mir. Er hatte einen harten Tag, man konnte es in seinem Gesicht sehen. War es ja auch alleine mit der ganzen Familie, mit den Ämtern und der Verantwortung. Sein Gesicht war rund, aber zusammengefallen. Müde, einfach fertig.
Doch ich wollte nicht essen. Nannte jedoch keinen Grund. Mein Vater wurde wütend, meine Brüder verdrehten nur die Augen. Sicher hätte jemand noch eine zweite Portion gegessen, aber Papa war wütend. Meist fragte in solchen Situationen keiner mehr etwas.
Sicher hätte ich mich für mein Verhalten entschuldigt, doch dann flog der eine Teller mit den nicht-zu-zählenden Eiern an der Wand.


"Jeder braucht eine Struktur", sagte mein Geschichtslehrer zu einem Schüler, der mit diesem Fach nicht besonders viel anfangen konnte.
Eine Struktur ist zu wenig, zwei wären viel ansprechender. Zwei Strukturen sind gerade, festigen mehr als eine.
Wir waren 27 Schüler, wenn jeder eine Struktur hat, hat jeder automatisch eine ungerade Struktur. Es muss also immer ein Lehrer im Raum sein, damit das Gleichgewicht stimmt.

Jetzt werde ich ein Glas Wasser trinken gehen. Und werde darauf achten, dass der letzte Schluck eine gerade Zahl ist. Das ist das Ritual.

Noch einmal gehe ich mir die Hände waschen, weil ich mich dreckig fühle.

10. Blogaward

Ehrlich gesagt war ich heute etwas überrascht, dass mir Amelie und Jem mir einen Blogaward verliehen haben. Den 10. an der Zahl. Vielen Dank dafür!

  1. Mein Bruder möchte heute mit mir einkaufen gehen, und ich kriege schon Panik, wenn ich an die vollen Geschäfte denke. Wenn ich stark bin, kauft er mir was Schönes, doch beruhigt mich das überhaupt nicht. 
  2. Wenn ich es schaffen sollte, werde ich mir neue Acrylfarben oder Ähnliches kaufen lassen. 
  3. An manchen Tagen gehe ich bis zu vier Mal duschen, weil ich mich dreckig und eklig fühle.
  4. So einen all-gegenwärtigen Ritzdruck wir zur jetztigen Zeit hatte ich schon sehr lange nicht mehr.
  5. Wenn ich keine direkten Alpträume haben, verwirren mich die Träume, die ich habe, trotz dessen. Leider bin ich nicht besonders gut in Traumdeutung und suche jemanden, der mir dabei helfen könnte?!
  6. Ich vermisse Leute, an deren Namen ich mich nicht erinnern kann. 
  7. Heute habe ich einen Fragebogen von der Akademie für Psychoanalyse erhalten und weiß nicht, wie ich die Fragen beantworten soll. 
Der Blogaward geht weiter an:
Schwalbentochter, Rosa, wohaipa und Beautiful nightmare
... und eigentlich hätten ihn noch so viel mehr Leute verdient.

Außerdem hat mich Misty noch einmal etikettiert. Hier die Fragen:


Siehst du das neue Jahr als einen Neuanfang? Was soll sich für dich ändern? 
Gerade empfinde ich meine ganzheitliche Situation der Hoffnungslosigkeit und mein nicht enden-wollendes Gefühlschaos als zu belastend um IRGENDWAS als Neuanfang zu sehen. Es müsste sich alles ändern, wird es aber nicht.
Sind/waren dir deine Schulnoten wichtig? 
Nein. Ich war sowieso fast überall schlecht bis durchschnittlich. Außer in Englisch und Deutsch.
Hast du genaue Vorstellungen von deiner Zukunft?
Nein.
Wünschst du dir manchmal, deine Kindheit nochmal durchleben zu dürfen? 
Um Himmels Willen: Nein.
Wirst/Wurdest du in der Schule gemobbt? Weißt/wusstest du, woran es lag? Wie bist du damit umgegangen?
Ich wurde unter anderem gemobbt, doch eher ignoriert und als Außenseiter "entwertet". Bisher glaube ich nicht, dass ich das vollkommen verarbeitet habe, aber es stellt nicht meine Hauptproblematik in der Vergangenheit dar. 
Hast du es ignoriert oder versucht, dagegen vorzugehen? 
Ignoriert? Ich weiß nicht. Wenn sich ein Mensch ein festsitzendes Bild von mir gemacht hatte, habe ich nicht viel darum getan, um dieses zu ändern - ob es nun frei erfunden oder auf der Wahrheit beruhte, machte keinen sonderlichen Unterschied.
In der Grundschule habe ich mich den Leuten aufgedrängt, fühlte mich oft schlecht behandelt, aber konnte mich ablenken. Auf dem Gymnasium hatte ich "meine Crew", wurde häufig beleidigt und bin emotional ziemlich eingefallen - ohne etwas dagegen zu tun.
Auf der Hauptschule wurde ich zwar auch häufig beleidigt und angeschrien, aber wurde hauptsächlich in Ruhe gelassen. Ich war meist allein - und das war ok.
Denkst du, du wirst durch Religion beeinflusst? Wie sehr? 
Wie schon einmal erwähnt, beantworte ich keine Fragen, die Religionen beiinhalten. 
Was würdest du machen, wenn du ein Kind hättest, das sich so verhält wie du? Was würdest du anders machen als deine Eltern?
In die Geschlossene stecken.
Hast du ein Vorbild? Was macht diese Person zu einem Vorbild? 
Nein, habe ich nicht. 
Kannst du dir vorstellen, irgendwann zu heiraten? Wieso/wieso nicht?
Nein. Ich kann mir nicht vorstellen, mich an eine Person zu binden, weil ich gar nicht weiß, was Liebe überhaupt bedeutet. Mir macht der Gedanke Angst.
Außerdem bezweifle ich, dass ich einem Mann das geben kann, was er sich wünscht. Mir würde er leid tun.
Bist du glücklicher, wenn du in einer Beziehung bist oder wenn du Single bist?
Beziehungen sind für mich keine Thematik. Ich möchte keine Beziehung.
Hast du dich schon mal in eine Person verliebt, von der du genau wusstest, dass es nie eine Beziehung zwischen euch geben wird oder sogar darf?
Nein, ich glaube nicht.

Freitag, 20. Januar 2012

Dunkelheit

Wenn sie rot sah, blubberte es unter ihrer Haut.
Hinterließ blaue Flecke, verschmutzen ihren Körper wie Küsse toter Zungen.
Sie konnte sie meist nicht zählen. Oder ihre Augen waren niemals im Fokus, schummrig von Alpträumen, die eigentlich gar keine Träume waren.  Sie schlief ja auch nie.

Jedes Mal, wenn er sie mit scheinheiligen, verlogenen Blicken ansah, wurde es grün in ihr. Schimmelpilze auf der Seele. Oder eher eine Wiese, nein - eine Hand voll Gras, welches Narben zum Verwechseln ähnelte.
Dieser Anblick erinnerte sie an ihre Kindheit. Jene Zeiten, in der ihre Knie lila gefärbt waren: Vom Toben in der Natur, vom Krabbeln auf brauner Erde.

Seine Präsenz ließ sie schaudern.
Ihren Kopf drehte sie von ihm ab, der Blick wurde leer und starr.
Als sie die Schmerzen in sich aufnahm, sie zu einem Teil von ihr machte, um nicht schreien zu müssen, erblickte sie eine Welt, in der es keine Farben mehr gab.
Schwarz.

Donnerstag, 19. Januar 2012

"Junge Frau, Sie sehen krank aus."


Dieser Tag soll einfach nur vorbei gehen. 
Den Bus, den ich heute früh nahm, war voll mit schreienden Kindern. Die Luft blieb mir in regelmäßigigen Abständen in der Kehle stecken, weil die Stehplätze zu eng waren. Es gab keinen Raum. Keine Möglichkeiten sich umzudrehen. Unbegreiflich wie selbst Schüler mich ganz und gar aus der Fassung bringen.
Haltestelle um Haltestelle verließen Stoßgebete meinen Kopf Richtung Tür: Bitte lass' mich einfach bald da sein!



Der Bahnhof war allerdings sehr übersichtlich und überschaubar. Aus einem Grund: Es gab keinen Bahnhof. Dieser ist zur Zeit wegen Umbau nicht zu erreichen und eine andere Haltestelle musste angefahren werden.
Um 6.40 Uhr ging die Reise für mich los und um 9.50 Uhr war ich endlich dort, wo ich hin musste: Vor dem Eingang der Bundeagentur für Arbeit. (Mit dem Auto braucht man dahin knapp 40 Minuten.)



Zehn Minuten stand ich vor der Tür, bin auf und ab und wieder von vorn. Traute mich einfach nicht nach der Klinge zu greifen. Traute mich nicht einmal daran zu denken, gleich mit Jemandem reden zu müssen.
Beachtlicherweise habe ich es bis zur Treppe geschafft und dann überrollte mich der erste Panikflash. (Stufen. Stufen. In der Grundschule hatte mir mal ein Junge den Ranzen weggenommen und die Treppen runtergeworfen. Stufen. Angst. Nicht daran denken. Ich wollte meinem Bruder mal zwei Flaschen Cola aus dem Keller holen. Diese waren zu schwer und ich bin rückwärts heruntergefallen. Einzeln gefallen. Nicht zerbrochen. Nur gefallen.)


"Junge Frau, Sie sehen krank aus", hörte ich eine Stimme unter meinen schweren Atemzügen flüstern.
Dann bin ich gerannt. Nur weg von dort. Ich möchte keine Augen sehen, keine Menschen, kann nicht reden, kann nicht erklären. Möchte keine Treppen, keine Neonlampen, keine Blusenknöpfe.
Die Angst hetzte meinen Körper die Straße entlang. Kalter Wind peitschte meine schneeweiße Haut. Eiskalter Regen floss mir das Gesicht hinab, meine Zähne klapperten aneinander - aber Schmerzen hatte ich nicht. Das Einzige, was ich empfinden konnte, war knochenerschütternde Angst.


Heulend lehnte ich mich an einen Baum, schluchzte und Tränen flossen wie ein Wasserfall.
Wieso bin ich so ein kompletter Versager? Nicht einmal die einfachsten Aufgaben kann ich erledigen. Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Ich möchte nicht, dass es zu Ende geht. Die Kollegen gehen mir nicht aus dem Kopf, sie waren immer freundlich. Bald hab ich sie wieder verloren.
Mich braucht man nicht, weil ich einfach nichts kann.


Verzweifelt habe ich meinen Bruder angerufen, welcher nicht sonderlich überrascht von meinem Anruf war.
"Ich hab' schon gar nichts anderes vorgenommen, weil ich damit gerechnet habe, dass du um Hilfe rufst."
"Warum bist du dann nicht gleich mitgekommen?"
"Ich dachte, du bekommst es wenigstens diesmal auf die Reihe."

Es bricht mein Herz. Er hat Recht, aber trotzdem tut es weh. Es wundert Keinen mehr, dass ich stetig versage - man erwartet es ja regelrecht.



Im Regen und peinigenden Wind wartete ich auf ihn. Der Rest wirkt in meinem Kopf verschwommen.


Als das Auto einbog, befürchtete ich strenge Worte in ungezügelten Tönen. Doch: Nichts.
Müde sah er aus. Fertig. Ungewohnt still verhielt er sich. Als wollte er Etwas sagen, doch tat es nicht.

Plötzlich standen wir vor der Information und mein Bruder redete mit den zwei Frauen, die mich meist nur fragend ansahen. Ich habe nichts gesagt, nicht einmal auf Fragen reagiert.
Genauer möchte ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen, doch endete unser Besuch mit den Worten:
"Aber ihre Schwester ist doch krank geschrieben. Wenn man während der Zeit der Arbeitslosigkeit arbeitsunfähig geschrieben ist, muss man Krankengeld bei der Krankenkasse beantragen. Dafür sind wir nicht zuständig."

Die Aufregung umsonst. Die Fahrtkosten umsonst. Die Qualen umsonst.
Der Tag ist für mich Geschichte. Er soll nur noch sein jähes Ende nehmen.



Die verschwiegenen Worte, die mein Bruder auf der Rückfahrt im Auto noch zeitlich passend herauspresste, waren: "Du weißt schon, dass du deinem Vater sagen solltest, dass du deinen Job verloren hast."
Meine Antwort darauf: "Halte an! Fahr ran! Ich muss kotzen!" (Dreimal innerhalb von 40 Minuten. Herzlichen Glückwunsch!)


Strike!

Zu Hause angekommen, war der erste Weg, den ich ging, der Weg in das Badezimmer. Jetzt sollte ich entspannt genug sein, um ein paar Stunden zu schlafen.
Morgen ist es soweit. Ich nerve bestimmt, aber für mich ist es schon wieder eine Art Sterben. Schon wieder tot.





"Dünnschiss-Nervös"

Mit dieser vulgären, doch durchaus passenden Beschreibung betitelte mein Bruder meinen heutigen Gemütszustand.

Die letzten drei Tage konnte ich kaum schlafen. Das Einzige, was mich noch halbwegs ruhig stellt, sind Lorazepam-Tabletten (die gerade jetzt ausgingen) und literweise Baldriantee. Die Angst kennt wieder einmal keine Gnade mit mir.

Morgen wäre mein letzter Arbeitstag. Dann ist es vorbei. Aus. Zu Ende.
Es geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Arbeitslos. Vollkommen unbrauchbar, auf der Tasche der Gesellschaft liegend. Jemanden wie mich stellt man doch nirgends mehr ein. Bekomme ja schon Panik, wenn ich daran denke, eine Bewerbung schreiben zu müssen und mein Herz bleibt stehen an dem Gedanken an ein Vorstellungsgespräch.
Ich habe Angst.

Als ich erfahren habe, dass ich am 20.1. nicht übernommen werden würde, habe ich mir sämtliche Körperteile aufgeschnitten, eine handvoll Tabletten mit einer Flasche Rum und einer Flasche Wein runtergespült und bin irgendwann im Krankenhaus wieder aufgewacht.
Bisher kann ich nicht versprechen, dass es morgen nicht genauso enden wird.

Heute muss ich zum Arbeitsamt, da man sich persönlich arbeitslos melden muss - wahrscheinlich wegen dem Arbeitslosengeld.
Da muss ich mit Menschen reden!! Da muss ich raus!! Eine Stunde mit Bus und Bahn fahren!! Alleine!! Ich halt's nicht aus.
Mein Bruder meinte gestern zum Abschied von mir: "Hals- und Beinbruch!"
Wenn ich aus dem Fenster springen würde und mir das Bein bricht, müsste ich dort bestimmt nicht hin. Die werden Fragen stellen, die ich nicht beantworten kann.
Ich kann da nicht alleine hin. Das überfordert mich. In dem Ort kenne ich mich auch gar nicht aus, ich weiß gar nicht, wo das Arbeitsamt ist. Hoffentlich ist der Bus und die Bahn nicht so voll!

Panik! Panik!
Angst...

Ich will mir weh tun, um die Gedanken zu vergessen. Aber nein! Ich habe mir vorgenommen nicht zu bluten, falls es Flecken gibt, die ich nicht erklären kann.
Flecken habe ich, aber keine Blutflecken. Vor Aufregung habe ich mit meinen Beinen gegen die Wand getreten. Die Krebshaut vom heißen Wasser sieht man auch noch.


Angst.... Druck... Panik.... Ich kann nicht mehr!
Nur noch eine Stunde bis ich los muss.
Nur noch ein Tag bis ich arbeitlos bin.

Ich kann nicht versprechen, dass ich mir nichts antun werde.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Raus

Schlage ich den Schädel nicht ohne Nutzen gegen die Wand: Ich versuche den Nebel in meinem Kopf zu klären. Diese grauen Wolken, die mir die Sicht erschweren.

Es sind doch meist die Ideen, die immer wieder ins Vergessene geraten und letztendlich nur Gedanken bleiben. Und genau diese degradierten Gedanken sind die Art Gedanken, die den Kreisel in meinem Kopf nie stehen lassen werden. Verborgenes Kopfzerbrechen, auch wenn es unangebracht ist; unausgesprochene Grübeleien, die mich nie zu einer Lösung bringen und immer in noch mehr Problemen und Denken enden.
Wie ich es hasse. 

Wasser läuft über meinen Rücken, auch die Beine hinab. So glühend heiß, dass die Haut krebsrot leuchtet. Dieser willkommene Schmerz, der diesmal keine Narben hinterlässt. Könnte ich das Ausmaß fühlen, würde ich vielleicht schreien. Doch bleibe ich an dieser Stelle, lasse die nasse Hölle die Haut bestrafen, befreien von Sünden. Die Haut sollte sich von ihrer Hülle abpellen: Vielleicht muss ich mich dann nicht mehr daran erinnern, wie viel zu große Hände über diesen Körper herrschten.

Es sind doch meist die Träume, die sich niemals in liebliche Erinnerungen wandelten, die die nächtlichen Träume zur Totur machen. Kaum zu begreifen, dass so viele Wünsche zu Staub zerfallen sind, nur weil ein "Ich kann das nicht..." dazwischen stand. 
Wie ich es hasse.

Möchte raus aus meinem Körper, kann ich nicht ertragen, mag ihn nicht mehr im Spiegel betrachten. Wäre gern ein Vogel, der fortfliegen kann und auf uns niedere Spezies Mensch einfach hinab schaut.
Mir fehlt Schlaf. Eine Menge Schlaf...

Nächtliche Kreativität

Für das Chaos der letzten zwei Tage möchte ich mich entschuldigen. Gerade fällt es mir sehr schwer meine Impulse unter Kontrolle zu halten.

Ein neues Design für euch. Glaubt mir, dafür habe ich länger gebraucht als wonach es ausschaut. Was ist eure Meinung? Too much?

Alte Posts sind wieder da - außer die Kategorie "Gekünstelt". Private Bilder wurden entfernt, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht mal wieder das ein oder andere Foto posten werde.

Danke für eure Unterstützung. Wenn ich euch nicht hätte, wäre ich von meinen eigenen Blog überfordert...

Sonntag, 15. Januar 2012

Diamantenstaub

Ein gefrorener Thron mit eisigen Klauen
krallt sich in meine nackte Haut:
An gleicher Orte,
an denen deine Hände ruhten.

Neurotoxin inner meiner Venen;
die alte Uhr schlägt 5.00 Uhr,
reißt mich aus paradoxen Träumen,
doch in mir schlafen Monster nie.

Schatten vernebeln mir die Sinne,
Nuancen von Blau und Schwarz
verschwimmen in einem glitzernden Ozean,
ein Sternenbett.

Natürlich bewacht der Hund die Herde,
fromme Schäfchen auf der Wiese.
Doch schwöre ich bei meinem Namen:
Es gibt ein Lämmchen,
dass die Flügel des Vogels beneidet.

Ich träume still
von nicht existierender Moral:
Bedingungslose Zusammengehörigkeit
so wie das Spiel der Kinder,
unschuldig, doch vergänglich unreal.

Doch Illusionen zerfallen,
Lügen reiben mir die Seele wund.
Wieder nur ein finsterer Gedanken,
übertriebene Vorstellung - selbst erschaffen.


Meine Augen sind geöffnet,
doch Traumwelten sind alles, was ich sehe.
Tausende Facetten rieseln durch
verwaiste Hände:

Einst so klar und leuchtend wie Diamantenstaub,
nun beirrend und heillos wie Asche.

Samstag, 14. Januar 2012

Gesagt - Getan?

Gerade mal wieder "leicht" überfordert mit meinen eigenen Gedanken. Langsam nervt es einfach nur. Diese innere Unruhe, dieses quietschende Rad, welches nie stehen bleiben will.

Bitte lasst mich versuchen, es euch zu erklären. Die Situation ist an sich nicht schwer, nur mache ich aus einer Mücke einen Elefanten und interpretiere viel zu viele Thesen herein.


Seit einiger Zeit habe ich mich mit dem Fakt abgefunden, dass ich ohne den Versuch einer Therapie mein Leben nicht mehr in den Griff bekomme. Für Jeden, der mein Blog verfolgt, wird das keine Überraschung sein.
Was den Einen oder Anderen vielleicht doch stutzig machen wird, ist, dass ich einen männlichen Therapeuten vorziehen würde. Und genau das habe ich in einem Forum auch erwähnt. Dort riet man mir eher eine Frau ausfindig zu machen, als ich mich erkundete, welchen Grund dies hätte, erhielt ich folgende Antwort (habe Textstellen entfernt, weil die nebensächlich waren):

".... bist du w, gehe zu einer Frau... bist du m, hast beide Wege offen. Dazu sind bis zu 5 Sitzungen frei, damit man sich kennen lernt, und sieht, ob Vertrauen entsteht. .... da es leider viel zu oft zu Geschlechterspielen / Rollen in der Patientin / Arzt Beziehung kommt, die hinderlich sind. ... "

Daraufhin wollte ich genauer wissen, was sie meinte:

"So sehr wir uns auch bemühen, jederzeit erwachsen zu sein, bringt uns das Leben in verschiedene Rollen hinein. Wenn wir mit anderen zusammenkommen, gibt es im Wesentlichen drei Ebenen, auf denen wir uns befinden können: gleichgestellt (Erwachsene unter sich, Geschwister / Kinder unter sich, Eltern...), niedriger (Kind gegenüber Erwachsenen / Eltern, etc.), oder umgekehrt, also in höherer Stellung. Wenn du dich an jemanden wendest, um Hilfe zu erhalten, kann leicht und oft passieren, daß du in die Kindrolle kommst und der Therapeut in die Elternrolle. Das ist an sich OK, sofern du volles Vertrauen hast und das bewusst akzeptierst. Meistens ist es aber leider so, daß die Elternrolle ziemlich vorbelastet ist, also jemand in dieser Situation schon eine schwere Erbschuld antritt ;-) dadurch wehrst du dich innerlich, etwas Neues zu lernen, Hilfe anzunehmen. Bei einer Frau hast du dann aber nur die Verwechslung Mutter-Tochter zu klären. Sofern er / sie sein Fach beherrscht, wirst du auf die Erwachsenenebene gebracht, in deine Verantwortung. Bei einem Mann sehe ich das schwieriger, weil du gerade als erwachsene Frau mit ihm zusammenarbeiten sollst, und nicht als Tochter..."

Die Problematik an sich habe ich verstanden. Bloß auf mich persönlich bezogen, weiß ich nicht, was ich jetzt machen soll. Jetzt packt mich wieder die Angst, dass es an mir liegen würde, wenn etwas schief läuft oder ich die falsche Wahl treffen werde.
Wenn es wirklich so ist, wie die Mituserin des Forums aufgelistet hat, und es klingt ja auch einleuchtend, verstehe ich selber nicht, warum ich einen Mann bevorzugen würde.

Zu meiner Mutter hatte ich ein schlechtes Verhältnis, mehr in die Richtung gar kein Verhältnis. Für sie war ich exizistent - Punkt. Aus. Da gibt es keine Diskussion und auch nicht viel mehr zu erklären. Ehrlich gesagt, gehe ich heute davon aus, dass sie mit einem Mädchen nicht viel anfangen konnte und es gar nicht so sehr ihre eigene Schuld war, mich (damals auch noch meine Cousine) immer abzuwerten und abzustoßen.
Es gab kein Mutter-Tochter Verhältnis.
Damit man es nicht falsch versteht: Für mich ist das in Ordnung. Wie gesagt, wir waren mehr oder weniger Fremde. Als sie die Familie verlassen hat, tat es schon weh, aber für mich akzeptabel, weil es keinen Unterschied gemacht hat, ob sie da war oder nicht.
Fürchte ich deshalb das Gespräch mit einer weiblichen Therapeuten? Da für mich das oben-erwähnte Mutter-Tochter-Verhältnis absolutes Neuland darstellt?
Wenn man von Frauen nur Abstand gewohnt ist, würde es mich vielleicht fehlleiten, zu glauben, dass die Therapeutin - obwohl ja darauf geschult - nicht nachvollziehen kann, dass Bindungen für mich mit Frauen kaum in Frage kommen. Oder - anders herum - ich würde diese Frau besonders mögen und zu viel Erwartungen in sie setzen, vielleicht sogar ein zu intensives Verhältnis wünschen, um etwas von einem natürlichen Mutterinstinkt zu erhaschen.

Mein Vater - naja, sagen wir es so - er hat es sich selbst und mir nicht einfach gemacht. Doch hatte ich immer so viel Verständnis für ihn, weil er trotz dessen immer versucht hat, sein Bestes zu geben.
Sein Ruin war der Alkohol, nicht seine "Männlichkeit" - davon bin ich überzeugt. Gewaltätig wurde er nur unter Alkoholeinfluss oder gegebenen Wutanreizen, doch das wusste er. Er hat sich wahrscheinlich selber dafür nicht ausstehen können, doch das macht es im Nachhinein nicht besser.
Zu welchem Verhältnis ich zu ihm gestanden bin? Ich kann es nicht beantworten. Ehrlich nicht. Wahrscheinlich hat er es eher akzeptiert, dass ich seine Tochter bin, als meine Mutter, aber unsere Beziehung war mit so vielen Dornen bespickt, dass sie zum Scheitern verurteilt war. 
Sollte ich unser Verhältnis im Überblick benennen, würde ich es nicht als Vater-Tochter-Verhältnis bezeichnen. Eher: Offizier-Gefreiter.
Männer machen mir Angst. Beziehungen jeglicher Art stellen für mich Herausforderungen und Überwindung dar. Warum entscheide ich mich also für einen männlichen Therapeuten? Möchte ich etwas freiwillig in eine rezessive Rolle schlüpfen, weil ich es gar nicht anders kenne?

Mache ich mir einfach zu viele Gedanken?

Da wäre ja auch die Sache mit dem Vertrauen. Eher würde ich einem Mann von mir erzählen als einer Frau. Grundlos? Nein. Denn zu Männern kann ich so viel emotionalen Abstand halten, dass ein Therapieversuch nicht zu Schaden kommt. Bei einer Frau kann ich es nicht versprechen. Entweder würde ich sie mir Vorurteilen bekleben oder sie in den Himmel hoch verehren. Ob es um Vertrauen im eigentlichen Sinne geht, ist allerdings fraglich. Vertrauen ist geschlechtsneutral, unspezifisch. Es geht eher um das Anvertrauen, das Öffnen, was mir Sorgen bereitet.

Was soll ich machen? Sollte ich auf meinen Instikt vertrauen, einfach mal abwarten und Tee trinken oder das machen, was mir die Userin im Forum empfohlen hat? Ist es Schmarrn überhaupt so viele darüber nach zu denken?

Mein Gehirn bereitet mir Kopfschmerzen.
Fuck.

"Es gibt Augenblicke in unserem Leben, die endgültig sind, und wer bestimmte Entscheidungen immer wieder aufschiebt, für den kann es eines Tages unerbittlich heißen: zu spät!" - Eugen Drewermann

Freitag, 13. Januar 2012

Flashbacks und Risperidon

Qualvoll verging die Nacht, die sich nun schleichend langsam dem Ende neigt. Horrortrips durch die nicht-mehr-vorhandene Erinnerung.

Blitz 1. Dreh' nicht durch. Dreh' nicht durch. Diese Stimmen ist nicht ein Wolf, der den Mond anheult. Vergiss es. Die Stadt heißt wilde Tiere nicht willkommen. Es ist nicht meine Schuld.

Blitz 2. Das Licht sticht zu grell in den Augen. Verdammt. Wo kommen auf einmal diese bestrafenden Schreie her? Hör' auf damit. Höre einfach auf! Das ist doch nicht real.
"Bauernschlampe, du bist nur ein widerwärtiges Stück Scheiße. Aus so einem fetten Opfer wie dir wird nie etwas!" Ruhe! Ruhe! Es ist nicht meine Schuld.

Blitz 3. Hände an meinem Körper. Fäuste in meinem Gesicht. Schreie, wütender Bass. Die Welt dreht sich. Nicht meine Welt. Seine Welt? Unsere Welt?
Enttäuschte Blicke. Unwürde. Schande. Niemals werde ich gut genug sein, für Niemanden. Ein Schnitt und die Welt wird wieder klarer. Durchatmen. Es ist nicht meine Schuld.

Blitz 4. Hände. Hände. Hände. Der Körper gehört nicht mehr zu meinen Vorstellungen. Schmerzen im Unterleib. Das Monster in mir drin tritt. Die Hölle möchte raus.
Rabenschwarzes Ungetüm, der Spiegel zeigt dir dein wahres Ich. Schrei' mich nicht so an! Ich weiß doch, es ist meine Schuld.

Rette mich zum Medizinschrank, Altar unabkömmlicher Medikamente. Für ein Stück Frieden, der immer einen Preis mit sich zieht.
Risperidon. Auf einmal fliegen lila Wolken vorbei. Die Finger zittern und zucken unwillkürlich. Schwindel, der die Welt verdreht.

Mein Gehirn stirbt.

Donnerstag, 12. Januar 2012

"Von Kindern und Narren kannst du die Wahrheit erfahren"

... und von Besoffenen, aber das ist eine andere Geschichte.


Sehr geehrter User,
zwar ist es nicht besonders mutig von dir mir nicht deinen Namen zu nennen, doch danke ich dir sehr für deine ehrliche Meinung. Und muss ich auch zustimmen: Deine so treffend gefundenen Adjektive beschreiben meine Göttlichkeit maßgebend genau.


Was ich damit sagen möchte: Man kann auf diesem Blog keine anonymen Kommentare mehr hinterlassen. Über offenkundige Hassverkündigungen oder Heiratsanträge bin ich trotz dessen immer hoch erfreut.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Unverständlich der Verstand

Dabei wollte ich nur sagen, dass ich nicht mehr dein kleiner Rekrut bin. Ich bin eine verdammte Mindfuck-Prinzessin, die als Krone den schändlichen Hut der Vergangenheit trägt und als Zepter eine Klinge in der Hand hält.



Niemand soll mich mehr anfassen. Denn grausam ist der Schmerz, der diesen Hass in mir tränkt. Kein Mann soll mich attraktiv finden, denn ich sterbe in der Angst vor Berührugungen und Nähe.
Ich habe kein Interesse an Liebe und an Sex schon gleich gar nicht. Wedelt mit euren Schwänzen einfach etwas Anderem hinterher.
Fasst mich bitte nie wieder an! Wir können Freunde sein, doch haltet Abstand!

2. Bild gelöscht. Zu intim.

Bitte verzeiht mir diese doch sehr privaten Bilder. Sie besagen ein kurzweilendes Ende.
In den nächsten Tagen werde ich eine Blogpause machen müssen. Werde mich aber noch bei euch melden und lesen, was ihr schreibt.

Berichtigung

Nicht mein Vater muss weg.
Und auch nicht mein Bruder.
Nur ich sollte verschwinden.

So gerne ich auch kämpfen würde, eigentlich würde ich lieber verschwinden.

Es tut mir leid, Leute. Aber ich überlege ernsthaft mit den Bloggen aufzuhören.

Dienstag, 10. Januar 2012

Anti-Sonnenbankflavour

"Du bist nicht nur weiß, du bist NEON-weiß! Du könntest unter Schwarzlicht leuchten."
- Jeff Dunham's 'Peanut'



Bild gelöscht



Hier ein paar Bilder mit meiner neuen "Frisur". Man beachte die einzelnen Strähnen, die störenderweise vollkommen unmodern und asymetrisch überstehen.
Im Sommer wird mir der schräge Pony als Sonnenschutz dienen. Dafür habe ich den Winkeleinfall der Strahlen zu meinen Augen berechnet und die Haare dementsprechend geschnitten.

Besonderes Augenmerk sollte auch auf den osteuropäischen Hautton gelegt werden. Die "russische Nase", wie sie von meinen früheren Klassenkameraden liebevoll bezeichnet wurde, gibt dem Gesicht einen extravaganten Schliff und  vollendet somit ein Meisterwerk der menschlichen Erbgeschichte.


(Ich schwöre euch, der nächste Post wird weniger ironisch.)

Etikettiert, Take Two

Nein, das Wort "etikettieren" ist mir nicht zu peinlich. Keineswegs. (Nichts ist peinlicher als zu Tom Jones "Sex Bomb" zu tanzen und dann kommt der Chef durch die Tür und lacht sich weg.)

Ok, meine Lieben, ihr habt es nicht anders gewollt. Ich werde alle Fragen beantworten, die mir durch diese Etiketten-Geschichte gestellt worden sind. Die Verantwortung überreiche ich allerdings den Fragenstellern. 


Vogelmädchens Fragen:
1. Was macht dich glücklich? 
Ein Tag ohne Angst, ohne Sorgen. Und ein ernstgemeintes Lächeln von jemandem geschenkt zu bekommen.
2. Was ist Glück?
Das Beste aus dem zu machen, was dir gegeben ist. 
3. Was ist dein größter Traum?
Träumen zu können.
4. Wie sieht dein Zimmer aus?
Überall Papier, Farben, Pinsel und Bastelkram. Aber alles ordentlich sortiert.
5. Was ist das schlimmste Gefühl das du kennst?
Eine tiefsitzende Panik, die jegliche Angst in den Schatten stellt.
6. Wie sieht dein Leben in 10 Jahren aus?
Zum jetztigen Zeitpunkt fühle ich mich leider nicht in der Lage, eine solche Zeitspanne ein zu schätzen.
7. Bedrückt dich gerade etwas? Was?
Wo sollte ich da anfangen? Die Gesamtsituation ist nicht zufriedenstellend.
8. Worauf bist du stolz?
Darauf noch nicht tot zu sein? Tut mir leid, aber gerade weiß ich nicht mehr, was ich sagen kann.
9. Wenn du ein Tier wärst, was für eins und wieso?
Ein Hund. Ein kleiner, ruhiger - viellicht ein bisschen tollpatschig, aber treu. (Gerade habe ich mich als kleinen Yorki vorgestellt im Schoß einer alten Dame. Ich weiß nicht, ob mich das erschrecken sollte...)
10. Hast du Tattoos, welche Bedeutung haben sie?
Nein. Hätte gerne, aber bin ein Schisser. 
Habe mir mal ein eigenes Design entworfen. Es sind Krähen, die über das Schulterblatt in Richtung Brust fliegen. Und unter den Schwarm sollte "Appreciate those hands your given before you need to beg for them"stehen.
11. Schau dich um. Was siehst du, was denkst du?
Cola Zero = Trinken. Handy = sinnlos. Pinsel und Stifte = Einladend. Ein Bild von einem Zwergspitz = süß.


Mones Fragen:

Was war die groesste Enttaeuschung, die du erlebt hast?
Dass meine Mutter wusste, was mein Vater mit meinen Brüdern und mir anstellt und sie trotzdem gegangen ist und sich nie wieder gemeldet hat.
Welche Musik hoerst du am liebsten?
Das ist schwer zu sagen. Ich folge keinem bestimmten Genre. Für mich müssen Lieder Gefühle vermitteln, im besten Fall auch noch Sinn ergeben. Wenn dieses Kriterium erfüllt ist, darf es gerne Rock, Pop, etc. sein.
Was ist dein groesster Wunsch?
Siehe oben.
An welchem Ort/welche Stadt etc. waerst du jetzt gerne + mit wem?
Wäre gerne mit einer bestimmten Freundin an einem sonnigen Plätzchen, bei dem sie ihren derzeitigen Liebeskummer vergessen kann.
Guckst du manchmal gerne in den Spiegel?
Nein. Aber was muss, das muss.
Wenn du ein anderer Mensch sein koenntest, wer waere das bzw wie sollte er sein?
Siehe Frage von gestern.
Was ist deine Lieblingsfarbe?
Wenn ihr schwarz als Farbe durchgehen lasst, nimm ich sie. Wenn nicht blau.
Fotografierst du gerne? Wenn ja was und warum?
Tiere fotografiere ich für mein Leben gerne. Vorallem sogar Tierportraits, weil mich ihre Ausstrahlung und wortlose Aussprache fasziniert. 
Was ist deine Lieblingsjahreszeit + warum?
Herbst. Bervorzugt ein goldener Herbst. Es ist nicht zu warm, nicht zu kalt. Man kann lange Oberteile tragen und keiner starrt. Die Welt ist bunter, aber nicht so "überbelebt" wie im Sommer und nicht so starr und
Wer ist dein Vorbild?
Menschen, die trotz der schlimmsten Umstände immer wieder aufstehen und dem Schicksal ins Gesicht spucken.
Warum bloggst du?
Um Dinge aufschreiben zu können, die ich nicht in der Lage bin aus zu sprechen.  
Nikis Fragen:
1) Dick oder doof? 
Dick.
2) Du bekommst 5.000€. Was machst du damit?
Sparen.
3) Was war der schönste Moment in deinem Leben?
Kann ich nicht beantworten.
4) Wenn du eine bestimmte Situation in deinem Leben rückgängig machen könntest, würdest du die Chance nutzen und wenn ja welche? 
Wenn man bestimmte Situationen meint, denke ich nicht, dass ich diese Chance nützen würde, weil alles Schlechte ja eine Konsequenz mich sich gertragen hat, die mir heute als Lehre dient. Wenn ich mir erlauben darf, die Frage etwas allgemeiner zu nehmen: 
Hätte ich gewusst, was ich heute weiß, hätte ich niemals so lange geschwiegen. Wenn ich die Chance hätte schon früher etwas anders gemacht zu haben, wäre es das.
5) Bei welcher Person in deinem Umfeld hast du am meisten Angst sie zu verlieren?
Absolut jeden, der mir Nahe steht. Absolut jede einzelne Person.
6) Wieso bloggst du?
Siehe oben.
7) Nenne mind. 2 Eigenschaften, die du an dir persönlich magst.
Ich gebe andere Menschen nicht auf, versuche so weit es geht zu helfen und zu unterstützen.
Die Fähigkeiten unkontrollierte Vorgänge in meinem Kopf um zu strukturieren.
8) Was verabscheust du am meisten? 
Das, was aus mir geworden ist.
9)  Glaubst du an Gott, wie die Kirche ihn vorgibt?
Siehe gestern.
10) Hast du ein Haustier? 
Derzeit leider nicht. Hätte gerne einen Hund, aber dafür fehlt mir die Zeit, das Geld und wahrscheinlich die psychische Ausdauer. Der Ärmste würde mir früher oder später nur leid tun.
11) Gibt es eine Person in deine Umfeld, für die du dein Leben opfern würdest?
Ja. Ehrlich gesagt: Ich würde auch mein Leben opfern für jemanden, den ich nicht unbedingt kenne.
1. Wie stehst du zu Pro Ana/ Pro Mia?
Jeder braucht einen Bezug auf eine Gemeinschaft, die einem halt und Unterstützung gibt. Persönlich bin ich nicht Pro Ana oder Pro Mia. Kann aber Vieles nachvollziehen, was Menschen aus solchen 'Szenen' (dieses Wort wähle ich mit Bedacht) schöpfen können.
2. Hast du Haustiere und wie heißen sie?
Siehe Oben.
3. Welche Drogen hast du schon genommen?
Da hier wahrscheinlich weder Alkohol und Nikotin gemeint sind, werde ich nochmal unterstreichen, dass ich absolut gegen Drogen (auch Alkohol und Nikotin) bin! 
Menschen im Rausch sind für mich keine Menschen.
4. Wie hättest du heißen sollen, wenn du ein Junge geworden wärst?
Woher soll ich das wissen? Siegbert? Karl-Uwe?
5. Hast du dich schonmal geprügelt?
Nein. Prügel bezogen, aber ohne Widerstand zu leisten.
6. Dein Lieblingscoktail?
Alkoholfrei mag ich fast alles.
7. Im Etagenbett oben oder unten schlafen?
Da, wo die andere Hälfte nicht hin möchte. Da passe ich mich ganz seiner Meinung an.
8. Deine Lieblingsfarbe?
Siehe Oben.
9. In welcher Tageszeit fühlst du dich am wohlsten?
Siehe gestern.
10. Welche Superkraft hättest du gerne?
Entweder Fliegen oder Unsichtbarsein. Kann mich nicht entscheiden.
11. Deine Meinung zu Tauben? ;) 
Find ich gut. Als Kind habe ich oft Tauben mit meiner Semmel gefüttert. 


Amelies Fragen: 
1. Wer oder was schafft es, dir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern?
Hormone. 
2. Welche Musik hörst du am liebsten und was ist dein Lieblingslied?
Siehe oben. Zur Zeit höre ich gerne das Lied "Cold" von Corinna Fugate.
3. Mit welchen drei positiven und negativen Adjektiven würdest du dich beschreiben?
Hilfsbereit. Kreativ. konziliant.
Ängstlich. Konfliktscheu. Ich-bezogen.
4. Hast du schon einmal jemanden wirklich geliebt und wenn ja, woran hast du es gemerkt?
Einmal gab es eine Person, die ich glaube geliebt zu haben - abgesehen von meiner kindlichen Liebe meinen Eltern gegenüber. Als er ging, war mein Ich-Konzept durcheinander und vollkommen zerstört. Und ich denke, daran habe ich es gemerkt, dass es vielleicht mehr als nur Teenager-Syndrome waren.
5. Welche Bedeutung hat das Leben für Dich?
Ich denke, keine. Kämpfen. Immer wieder den Schmutz von sich abstreifen und vorwärts gehen.
6. Hast du schon einmal etwas getan, dass du zutiefst bereust?
Ja.
7. Wenn du etwas an Dir oder in deinem Leben ändern könntest, was wäre das?
Wenn ich etwas an meinen Fähigkeiten ändern könnte, würde ich gerne offener sein können. Ohne Angst einfach mal sagen, was ich denke.
Reden könnnen - das wäre was.
8. Wie sieht dein normaler Alltag aus?
Langweilig.
9. Praktizierst du irgendwelche selbstschädigenden Dinge und wenn ja, warum machst du es? Welches Gefühl gibt es dir?
Im Überfluss habe ich es schon geschrieben und erwähnt. Ja, ich verletze mich selber. Doch stecken dahinter so viele verschiedenen Emotionen, die ich einfach nicht zu verallgemeinern mag: Rauschzustände, Entspannung, Selbsthass, Ventilfunktionen,Suizidwünsche, Ekel, diese Taubheit überwinden,.... 
Viele von euch wissen, was ich meine. Es schließt sich der Kreis nur, wenn man das Ganze sieht. Es kommt auf die Vorgeschichte an, den Ursprung des Gedankens an die Selbstverletzung.  
10. Wo siehst du dich in der Zukunft? Welche Ziele hast du im Leben? Was möchtest du gerne erreichen?
Das sind gleich drei Fragen auf einmal. ^_~ In dem Sinne habe ich sie jedoch schon in vorher aufgelisteten Fragen beantwortet.
11. Was riechst du gerne? Welchen Duft magst du? (Kein Parfüm)
Hört sich vielleicht blöd an, aber ich rieche gerne frisch-gemähten Rasen.


Scorias Fragen:
1. Wie würdest Du Dich in vier Worten beschreiben?
Verängstigter Kleingeist ohne Vorstellungen
2. Wie stehst Du zum Thema Religion?
Siehe gestern.
3. Hast Du einen Lieblingskünstler? Wenn ja, welchen? (Von Musikern abgesehen)
Es gibt unzählige begnadete Künstler da draußen. So Viele, die ihr Herzblut in das reinstecken, woran sie arbeiten. 
Jeder von ihnen hat Respekt verdient, deshalb halte ich mich mit dem Favouritisieren zurück.
4. Wie nennst Du Dich selbst oder stellst Du Dich neuen bekanntschaften vor?
Mit den wundervollen Namen, den mir meine Eltern geschenkt haben. 
5. Was glaubst Du, müsste getan werden, um die Welt zu verbessern?
Von welchen Standpunkt aus gesehen? Die Wörter "Welt" und "Verbessern" gehören bei mir nicht zwingend in ein und den gleichen Topf.
6. Malst, zeichnest oder photographierst Du gerne? Wenn ja, was am liebsten?
Ja. Alles.
7. Würdest Du Dich selbst gerne ändern? Wenn ja, wie?
Siehe oben.
8. Wie stehst Du zu Zigaretten, Alkohol und härteren Drogen?
Siehe oben.
9. Gibt es ein Buch, das Du jedem weiterempfehlen würdest?
Mein altes Mathebuch. Das war genial. Habe es nur nie verstanden.
10. Wie kleidest Du Dich am liebsten?
Casual. Nichts auffälliges, bin eher die graue Maus.
11. Würdest Du gerne woanders leben? Wenn ja, wo?
Eureka. Im Ernst. 


Nach den ganzen Fragen tun mir die Hände weh. Hoffentlich seid ihr nicht böse, dass ich einige Fragen vernachlässigt habe, weil sie schon ähnlich oder gar gleich gestellt worden waren. Da ich mir einfach mal die Freiheit erlaube und noch einmal 11 Leute ihre Hundemarke reichen möchte, mache ich das einfach mal. Die Regeln und die Fragen kann man im vorherigen Post finden. 
  1.  Lena
  2. broken hearted girl 
  3. Sandy 
  4. heartfoul 
  5. Soleil 
  6. nothing
  7. rina.abc.defuck ! 
  8. Misty 
  9. Saskia 
  10. leo 
  11. miss perfect