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Donnerstag, 28. Februar 2013

Pommes mit Ketchup

Flashbacks schlagen auf mich ein wie das Geräusch aufprallender Bomben. War ich auch nie im Krieg an der Front gestanden, durchstehe ich doch trotzdem Höllenqualen. Immer trifft mich das gnaze Programm: Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Schwindelgefühl - Panik! Panik! Panik! Es fühlt sich wie sterben an. (Aber nicht durch Kopfschuss, sondern eher als würde sich der Körper langsam in Säure auflösen.)

Angefangen hat es friedlich mit dem Angebot meines Bruders, ob wir nicht schnell bei einem Bistro was zu Essen holen könnten. Natürlich stand nichts Weltbewegenes auf der Speisekarte, immerhin handelt es sich um Fast Food.
Blicke von Lastkraftfahrern und Touristen spüre ich auf meinem Rücken. Keiner versucht seine Neugier zu verbergen. Es ist mir unangenehm, möchte am Liebsten gleich wieder umkehren und flüchten. Nur weg von fremden Gesichtern, nur weg von jedem Gedanken, der in ihren Köpfen herumspuken mag.

"Zwei mal Pommes und eine Currywurst, bitte", höre ich meinen Bruder sagen. Für mich gibt es demzufolge einmal Pommes, denn ich esse keine Wurst.
Zunehmends genervt reicht uns die Frau auf der gegenüberliegenden Seite der Theke unsere Bestellung. Wirft uns noch ein "Hier, bitteschön" entgegen und zählt das Kleingeld. Ihre Ausstrahlung - manche nennen es vielleicht auch Aura - ist erdrückend. Als würde ein Schweigegelübste auf ihr Lasten, das Geheimnis der menschlichen Perversion.

Immer mehr wächst in mir das Bedürfnis einfach zu gehen. Diese starren Gesichter mit hohlen Zombieaugen machen mich verrückt. So viel Nichts, was in ihnen steht, so viel überschäumende Leere - ein zweitklassiger Horrorfilm nur für meinen Kopf.
Mit meinen Pommes in der Hand verlassen wir das Gebäude. Ich schaue hinab auf die Papptüte und  es trifft mich. Angst von allen Seiten. Erst ein Engegefühl in der Brust, dann folgt auch schon die Ohnmachtsstimmung.

Aus Pommes mit Ketchup wurde Blut. Ein Körperteil getränkt in Blut.
(Gerade fühle ich mich nicht im Geringsten in der Lage dieses Szenario, diese entsetzliche Erinnerung, genauer zu beschreiben.)

Ich fange an zu weinen, bitterlich.
Mein Bruder schaut mich an, weiß nicht so recht, was er tun soll. Er nimmt mir das Essen aus der Hand und fragt, was er tun soll.
Keiner von uns Beiden ist wohl der Ansicht, dass eine Antwort notwendig gewesen wäre. Er seufzt und legt seine Hände an das Lenkrad. Wahrscheinlich dachte er, ich hätte Panik vor dem Autofahren, denn er fragte mich, ob ich lieber nach Hause laufen möchte. Ich bejahte, obwohl es nicht am Auto lag. Nicht im Geringsten.

Es ist in meinem Kopf. Es ist alles in meinem Kopf. Folter ist Erinnerung, Qual ist das Abbild von Früher.
Dieses Universum voller Schmerz in meiner Brust. Ist es denn alles, was mich zu einem fühlendem Menschen macht? Ist es die Angst, die mich am Leben hält?

Mittwoch, 27. Februar 2013

Erinnerung an das Gewinnspiel

Hier nochmal eine kleine Erinnerung an das Gewinnspiel. Ihr könnt euch noch bis zum 1.3.2013 anmelden. Wenn ihr also Interesse habt, schreibt bei diesem Post einfach noch einen Kommentar.

Wer keinen Kommentar schreiben möchte, kann auch eine Mail schreiben.

Folgende Personen nehmen bereits teil (ich werde eure Namen hier beifügen, wenn ihr noch schreibt. Solltet ihr also bis zum 1. nicht aufgelistet sein, schreibt mir bitte nochmal.)

Danke! So eine lange Liste hatte ich bisher noch nie. 

Sonntag, 24. Februar 2013

Dieses Mal

Den eigenen Gedankenmüll gefressen und am Erbrochenen der Fantasien fast erstickt. Mein Magen ist wohl zu schwach für meinen Kopf. Dabei ist diese Kehle durchaus in der Lage, Wahrheiten in wunderschönen Verwirrungen hoch zu würgen.

Oh, und wie schmerzhaft ist das dumpfe Gefühl, wenn das Herz nur mehr von abgerissenen Stücken des Gehirns ernährt wird und dieses sich wiederrum nur auf die Angst der Augen verlässt. (Einseitige Ernährung führt zu Mangelerscheinungen. Das Defizit an Vertrauen spürt der ganze Körper.)


Es ist das Geräusch des Würgens, welches mir Tränen in die Augen treibt - weniger das ätzende Stechen der Magensäure (, die in meinem Fall wohl nur aus Scham und Versagen besteht). Stunden vergehen so: Die Haare beschmiert mit Schuldeingeständnissen, das Gesicht dort, wo Andere ihre Ärsche hineinquetschen.

Meine Hände greifen nach Geistern, die mir gar nichts geben können. (Doch würde das für mich genug sein.) Bald werde ich nicht einfach nur durch sie hindurch gleiten. Denn durch meine Realtitäsentfremdung komme ich ihnen Stück für Stück näher. "Wird dies mein Todesurteil sein?", denke ich, und greife mit meinen Fingern die Fußspuren derer Menschen, die ich längst verdrängt habe; entlang der rosaroten Verführung meiner Zunge.

~ + ~



Dabei kann ich es einfach nicht ausstehen, wenn andere Menschen ein besseres (Mögliches)-Ich sind, als ich je sein kann.

~ + ~

 Bald fällt ein weiteres Blatt vom Kalender;
Ich frage mich, ob ich noch genug Zeit habe,
Mir mehr Zeit zu geben
Oder
Mir zu viel Zeit nehme,
Um keiner Zeit mehr hinterher zu laufen.

Wie ein Blitz schlägt es in meine Gedanken ein:
“Das ist deine letzte Chance.
Dieses Mal ist das letzte Mal.”
Der Plan geistert ja schon in meinem Kopf herum,
Schon seit Jahren.

Aufglimmende Bilder der Erinnerung:
Die Tränen eines Mädchens,
Ein Todeswunsch, der stetig wuchs.
Mit jedem Schritt näher,
Der Geschmack auf der Zunge kristallklar:
Ich sterbe
Beim Versuch
Kein Spiel aus dem Leben zu machen.

~ + ~

Samstag, 23. Februar 2013

Kalt

“Es muss toll sein, wenn man über Probleme und Sorgen einfach mal reden kann”, kommentiere eine Bekannte auf die Aussage, dass ich mal wieder meinen Therapeuten besucht habe. Sie müsste es besser wissen, nicht einmal mich besser kennen, sondern wissen, dass es mit simplen Reden und Jammern nicht getan ist.

‘Toll’ ist es nicht. Könnte ich einfach reden, hätte die Problematik meines Lebens wohl nicht solche Ausmaße angenommen. Lieber bin ich das, was ich nicht bin, als das offen zu legen, was die größte Schwäche ist.

Vor ein paar Jahren sagte ich immer, dass ich nichts an mich heranlasse. Diesen bleibenden Schmerz habe ich wie Süßigkeiten hinunter geschluckt.
Irgendwann empfand ich wirklich nichts mehr. Meine Werte waren abgestumpft und in meinem Herzen irgendwie alles kahl; wie leere Felder, über denen nur Krähen ihre Runden ziehen.
Was ich mich heute noch frage, ist wohl leicht zu begreifen: Was hat mich so kalt gemacht, dass kein Gefühl mehr als an der Oberfläche kratzt?


Freitag, 22. Februar 2013

(Un)Gewissheit

Woher weiß ich denn, dass es wirklich nicht besser wäre, wenn ich einfach sterben würde?
Ich meine dies nicht einmal in selbstmitleidender Absicht, aber eigentlich sehe ich keinen Zweck für so ein Leben. Im Prinzip liege ich den Ämtern, dem Staat, auf den Taschen, und das nicht einmal so gewichtig, dass es für mich im Monat reichen würde. Den ganzen Tag sperre ich mich in meiner Wohnung ein. Traue mich nicht einmal alleine einkaufen zu gehen. Freunde, nun ja - eher Bekannte habe ich schon, doch halte ich keinen Kontakt.

Zum Arbeiten bin ich zu kaputt, körperlich und psychisch. Nicht einmal einen normentsprechenden Alltag bekomme ich auf die Reihe. An guten Tagen stehe ich nach 15 Stunden Schlaf auf setze mich vor dem PC. An schlechten Tagen stehe ich nach 5 Stunden Schlaf nicht einmal auf. Bleib einfach liegen oder dröhne mich mit Tabletten zu.

Ist das ein Leben? Kann ich überhaupt noch Zukunft sehen?
Für was bin ich hier?

An Tränen ersticke ich und fühle mich doch so leer.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Gewinnspiel

Ein Gewinnspiel habe ich bereits angekündigt. Zur Feier meines 222. Lesers wird es wieder ein selbstgemaltes Bild (Leinwand in der Größe 24x30cm) von mir zu gewinnen geben.
Danke an all die treuen Leser, die meine Einträge verfolgen und sich vielleicht auch angesprochen fühlen.



Wie die letzten Male wird der Gewinner per Losverfahren entschieden. Dafür müsst ihr nur einen Kommentar hier hinterlassen, oder - wenn ihr anonym bleiben wollt - eine E-Mail schreiben. Die Motive könnt ihr selbst wählen, bedenkt aber, dass es nicht allzu detailiert und dem Original getreu sein wird. Für einen wunschlosen bzw. offenen Gewinner würde ich mir aber auch selbst etwas ausdenken.

Jeder ist willkommen. Am 1.3.2013 werde ich wieder ein kleines Video des Losens posten. Ihr könnt also bis zum 28.2.2013 Kommentare schreiben und euch bewerben.
Das Päckchen wird dann per DHL versendet, theoretisch kann also ganz Europa teilnehmen - auch die Schweiz.

Noch einmal Danke für die vielen Leser! =)

Eigentlich hab ich mehr als das nicht zu sagen

Ist es nicht schrecklich, wenn aus einem herbeigesehnten Telefonat ein reiner Austausch von Floskeln wird?
Seit Weihnachten hatten mein Vater und ich keinen Kontakt zueinander. An sich ist das keine Seltenheit, jedoch kann ich mich selbst meist nicht davon abhalten, mich zu wundern, was er wohl gerade macht.

Als ich heute früh die Nummer meines Vaters auf dem Display sah, zweifelte ich erst an der Sehfähigkeit meiner Augen, doch als ich seine Stimme hörte, musste ich mich wohl mit Tatsachen zufrieden geben. Wisst ihr, normalerweise beginnen diese Gespräche mit Vorwürfen (wie "Du gehst immernoch nicht wieder arbeiten, oder?" bzw. "Eigentlich hättest du dich ja bei mir melden solllen"), aber diesmal wollte er wissen, wie es mir geht und was ich mache. Vor Schreck wäre mir doch fast der Hörer aus der Hand gefallen.

Das Gespräch an sich war weniger überraschend. Ein Hin- und Hergeschubse von aufgezwungenen Freundlichkeiten, die wohl keiner von uns Beiden glaubte. Eigentlich ist es lächerlich, wenn ich das so ehrlich aussprechen darf, denn wahrscheinlich kommen wir nie über unsere alten sowie neuen Differnzen hinweg. Nicht, dass wir es nicht versuchten, aber manche Mauern kann man nicht niederreißen.
Klingt das lieblos? Ich weiß nicht. Diese Art der Gedanken macht mich weniger zerbrechlich.

Es fühlt sich wie lügen an. Es macht mich müde.



Dienstag, 19. Februar 2013

Kleine Prinzessin

Als Kind habe ich mich in Festungen versteckt
umringt von Türmen aus Stiften und Papier;
ein Buch in der Hand -  zwei, drei...
Um der Welt zu entfliehen.
Vor unüberwindbaren Mauern aus Stein
und Türen aus Stahl
lag ein Meer aus leeren Teetassen und verworfener Träume;


Noch immer kann ich den Aufprall der Wellen hören
wie ein Rufen - manchmal ein Flüstern, manchmal ein Schrei.
Diese Stimmen sind in meinem Kopf geblieben,
formten sich zu Freunden in der Einsamkeit,
zu Feinden des Verstandes.

Vor mir lag ein Königreich,
obgleich auch überschattet vom Krächzen der Krähen und Donnerhall,
ich hätte diese Welt beherrschen können:
Und doch blieb ich hilflos im Krankenhausbett liegen.
Anstatt des königlichen Bettes einer Prinzessin,
übernachte ich in einem Zimmer voller Irrsinniger.

Warum öffne ich stets jeden Morgen die Augen?

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Gerade in Gedanken gefangen. Es erstickt mich fast.

Sonntag, 17. Februar 2013

Elendsindex

So oft denke ich an dich. Dabei weiß ich nicht einmal genau, ob ich dich vermisse oder einfach nicht nach vorn blicken kann.
Ich denke an deine wunderschönen braunen Augen, die immer gestaucht, irgendwie  kompensiert, aussahen - verloren zwischen gebogenen Knochen und klaffenden Orbitae. Jede Nacht hast du dich wohl in den Schlaf geweint; hast so viele Tränen vergossen, dass du Nichts und Niemandem vor dir erkennen konntest. Nicht einmal deine schwieligen Hände, oder die Zeiger der tickenden Uhr (, die mit jedem ‘Tik-Tak‘ nur das Ende herbeisehnte).

Manchmal höre ich noch deine Stimme. Es ist okay, dass ich mich niemals von dir verabschieden konnte. Denn für mich bist du noch immer hier. Nicht ganz, aber immerhin ein Teil von dir.
Doch ich wende mich stets von dir ab, weil ich weiß, dass du außer deiner Tränen nichts mehr sehen kannst. Es tut mir leid, dass es schmerzt. Es tut mir leid, dass der Monsun immer die Menschen ohne Schutz trifft. Bin ich aber ehrlich zu mir selbst, muss ich auch gestehen, dass ich keinen Tropfen Empathie unter meinen Lidern hege; und auch aus dem Herzen kann ich dir kein Mitleid schneiden. Ungeachtet deiner Gefühle, reißt das, was ich von dir habe, wie ein ungewollter Liebesbrief entzwei.

Immer und immer wieder habe ich dich gewarnt; habe auf dich eingeredet, dich zur Vernunft bringen wollen: In mir ist so viel Leere, dass sie dich nur verschlingen kann. Das tat sie auch, richtig? Denn selbst du hast irgendwann aufgehört vom Glück zu reden. Es war ja sowieso stets nur ein Greifen nach genau Diesem.
Es ist vielleicht sogar eine Art Betrug, eher jedoch ein Verdrängen der Tatsachen. Doch das macht das Stechen in der Brust nicht angenehmer und er recht macht es die Wunden nicht wieder heil.
Das ist die Markierung, die ich hinterlasse: Auch du bist jetzt gezwungen, dein Herz zu verschließen, damit ich - mal wieder - einen feindseligen Fremden aus dir machen kann.

Beide sind wir in diesem Elend gefangen. Die Frage, die offen steht, ist nichts als ein kalte Hauch, der einen Schauer über meinen Rücken gleiten lässt: Wer von uns hat wirklich verloren?
Jede Träne hat ihren Preis. Trotzdem sehe ich durch die Wüste meiner Augen den Horizont auch nicht mehr.

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Bei 222 Lesern wird es wieder ein Gewinnspiel geben.

Freitag, 15. Februar 2013

Um es los zu werden....


In letzter Zeit ist es doch entsetzlich ruhig auf diesem Blog geworden. Zugegeben, es liegt nur teilweise daran, dass ich uninspiriert und frei von jeglicher Konzentration bin, sondern auch daran, dass mich immer wieder Leute anschreiben, derer Meinung ich zwar gewillt bin zu teilen, sie diese jedoch nicht so formulieren, wie ich es von zivilisierten Menschen erhoffen kann. Es beginnt bei gewissenlosen Beschimpfungen und Namensgebungen, führt über “Dein Selbstmitleid ist fürchterlich” und endet bei “Wenn ich dir folge, folgst du mir dann auch?”.

Offen gestanden: Mein Verständnis ist für so was nicht ausreichend entwickelt. Obwohl ich mich bemühe, freundlich und entgegenkommend zu sein, sehe ich mich inzwischen aber einfach nicht mehr gezwungen, solche Kommentare mit einer Antwort zu würdigen. Nicht alle, um es genau zu nehmen.
Fühlst du dich angesprochen, gut - noch mal: Wenn dir nicht gefällt, was ich schreibe, lese es nicht mehr. Anstatt deine Zeit damit zu verschwenden, mir ein schlechtes Gewissen zu machen, verbringe deine Zeit lieber mit einem guten Buch und einer Tasse Tee. Oder triff dich mit Freunden. Oder schau’ wie viel Leute bei Facebook deinen Status “liken”.

Von jedem Anderen ist ein Kommentar, Eigenwerbung, Zitate aller Welt oder ein Heiratsantrag natürlich weiterhin gerne willkommen.



Sonst gibt es in der schwarz-bunten Welt von Emaschi nicht viel Neues. Der Gemütszustand schwankt - meist zwischen Angst und Niedergeschlagenheit. Mein Bruder sagt, dass ich wieder sehr viel halluziniere, aber - um ehrlich zu sein - kann ich mich ja nicht daran erinnern, also mache ich es mir derzeit nicht zum Problem.

Mein Arzt hat jetzt den Antrag auf eine Rehabilationsmaßnahme vollständig ausgefüllt. Da mich viele Kliniken für psychosomatische Beschwerden abgelehnt haben, wird das wohl erstmal mein Hoffnungsschimmer bleiben.





Hier die Interpretation der Ärzteschrift:
“Diagnosen: Angst und Depression F41.2, polymorphe psychotische Störung F23.1, Agoraphobie und Panikstörung F40.01

Jetzige Beschwerden und Funktionseinschränkungen: Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Depersonalisationserleben; depressive Symptome, Angst und Panik führen zur Unfähigkeit den Alltag zu planen und zu organisieren. Einkaufen kann sie nicht alleine, der Bruder versorgt sie. Seit zwei Jahren zunehmende depressive Entwicklung mit Suizidversuch a, 15.12.2011 mit Tabletten und Alkohol (Haar (eine Psychiatrie) stationär); Flashbacks an frühere Erlebnisse, massiver Sozialer Rückzug


Demnächst wird es auch mal wieder neue Texte von mir geben. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit. Bleibt stark! Ihr seid großartige Menschen! Lasst euch bitte von Keinem was Anderes einreden!

Samstag, 9. Februar 2013

Dissoziationen

Oder Halluzinationen.
Langsam kenne ich die Grenzen nicht mehr.

Die letzten Tage sind ein reiner Kampf. Ich schlüpfe rein und raus; aus meiner Haut, aus meinem Verstand.
Überlebe ich einen schmerzhaften Heulkrampf, flüstert das Schwein und die Zwei dunkle Silben in mein Ohr. Schwarz, schwaz, rot - da ist ein Apfel an der Wand.

Denkstörung.
Verschoben. Verschwommen.

Diesmal muss ich es schaffen, ohne Hilfe. Ich kann mich derzeit nicht noch einmal einweisen lassen. Nicht noch mehr einengende Kreidewände und stirnrunzelndes, abwertendes Personal, die alle nur das BESTE für mich wollen.

Der Boden ist nicht tief genug.

Ich kämpfe; war ja schon immer ein Soldat.

Montag, 4. Februar 2013

Die Wände: Dünn wie Papier


Eure Schreie waren oft wie Fäuste auf dem Trommelfell.
Oh, und ich bin in ihnen versunken; betrunken von Scham und Angst. Diese Furcht, wie gut ich mich an sie erinnern kann. Damals war es so viel von Allem, so viel von Jedem.

Jetzt ist es kalt, nicht still, sondern erbarmungslos.
Menschlichkeit ist lang verschwunden. Und ich wünsche mir, dass ihr von euren Worten, an eurem Gebrüll, genau so erniedrigt werdet wie ich von der Erinnerung.