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Dienstag, 30. April 2013

Wie kommt es, dass das Blut der Herzen bekannter wie auch fremder Menschen nicht die Hände beschmutzt? (Das eigene aber schon.)

Montag, 29. April 2013

Herzversagen

Oft genug ist es einfach zu schwer nicht klein zu sein. Wie kann man auch nicht? Dabei meine ich nicht einmal die ewigen Vergleiche oder das ständige Parallelen ziehen; ein Universum lebt in uns, doch wir sind nicht das Universum.
Aber wo ist unsere überragende Größe, wenn wir diese weite, schrille pure Sonnenenergie wie Liebe nehmen und in eine auf Zellen basierte Menschenseele stecken? Das ist unnatürlich. Führt unter Umständen zu Herzversagen.

Der Körper, nicht wissend und mechanisch, wie er nun einmal ist, verwirft Hoffnung, weil diese fremd ist. Letztendlich wird dieses Wunder von uns wie ein Virus behandelt - und dann sterben wir.

(Auch ich. Denn Liebe und auch Hoffnung sind übernatürliche Kräfte, die nicht in mein verschrumpeltes, domestiziertes Kinderherz gezwängt werden können. Ich werde weiterhin Daten codieren; werde versuchen wissenschaftliche Beweise für mein Tun vorzuweisen und mein Freidenken in chemischen Formeln erdrücken. Nur werde ich mich immer wieder Fragen: "Wie ist es wohl?")

Sonntag, 28. April 2013

Für Gewöhnlich nicht

Manchmal ist es traurig feststellen zu müssen, dass man nun doch kein kleines Kind mehr ist und dass man langsam - ach so allmählich - erwachsen wird.
Mit 6 oder 7 habe ich das erste Mal dieses Gefühl gehabt. Es war in einem Sommer. Meine beiden Brüder waren in einer Art Sommercamp, eine weniger aufregende Version von denen, die man den USA kennt. Im Sandkasten baute ich Gebäudeklomplexe mit Vorgarten - Schlössen waren sowieso nur etwas für uncoole Zeitgenossen. Neben mir saßen einige jüngere Kinder, rannten hin und her, lachten freudig, hatten einfach eine gute Zeit. Ein Junge fiel mir besonders auf: Er summte ein Lied vor sich her und schaute alle paar Minuten zu seinen Eltern. Ab und an winkte er und schrie ein helles "Hallo".
Mich verwunderte es. Irgendwie war ich der Annahme, dass alle Eltern genau so sind wie meine. Im Guten wie im Schlechten. Als ich damals das junge Elternpaar Hand in Hand auf der Bank sitzen sah, stellte ich fest, dass sie ihren Sohn niemals wirklich aus den Augen ließen.
Nun unweigerlich zog ich Vergleiche: Wo waren meine Eltern? (Die Frage ist nicht schwer zu beantworten. Meine Mutter war wohl entweder allein im Garten und stierte Löcher in die Beete oder war mit fremden Männern unterwegs. Mein Vater saß wohl in einer Kneipe und betrank sich. Oder saß zu Hause und betrank sich.)
Als ich mir sicher war, dass keine Erziehung der anderen gleicht und der Meinung war, dass ich wohl das schwerste Los von allen gezogen habe - hey, ich war 6 -, wollte ich so schnell wie möglich erwachsen werden und doch immer ein Kind bleiben.

Ein paar Monate später wollte ich von einer Brücke springen. Ja, ich war ein melodramtisches Kind. Zwar hatte ich keine Ahnung, was das Wort "Suizid" bedeutet - oder "Liebe" oder "Opferbetreuung", doch ich wollte so gerne ins Wasser.
"Plötzlich bin ich dann glücklich, auch wenn ich nicht mehr atme." Das habe ich zu mir selbst gesagt. Für Gewöhnlich ist das wohl nicht so.

Nun ja, hier bin ich. Noch zappelnd.
War ich ein trauriges Kind? Auf jeden Fall ein einsames Kind. Ohne wirklich Freunde, ohne richtige familiäre Unterstützung. Ich ließ mich bluten um zu fühlen. Ich weinte über tote Hunde und tote Fische, damit ich nicht über mein Leben weinen musste. Ich schrieb Texte und las Bücher um nicht daran erinnert zu werden, dass die reale Welt ganz und gar keine Märchenwelt war. Ich hörte Musik um meine Ohren für die Schreie und Beschimpfungen zu betäuben. Ich war in keinen Gruppen, Vereinen oder Sonstiges, damit ich nicht nach Geld fragen muss und damit ich weiterhin in Einsamkeit schwelgen konnte. Ich redete selten, meist auch nicht, wenn Lehrer mich was fragten, damit ich meine Worte nicht an umständlicher Sprache verschwenden muss.
Für Gewöhnlich ist das wohl nicht so. Aber glaubt mir bitte, wenn ich sage, dass ich einen hohen Preis für dieses "Sonderbar"-Sein bezahlt habe und noch immer zahle. Viele hier kennen das Gefühl "nicht dazu zu gehören", aber wissen sie auch wie es ist, wenn ein Herz (oder eine Seele?) so kaputt ist, dass man Niemanden lieben kann und durch nichts Freude empfindet?

Ich werde erwachsen. Das klingt hart. Schwerer noch, wenn man bedenkt, dass ich mein Leben noch immer so verbringe wie als kleines Kind. Für Gewöhnlich sollte man wohl aus Fehlern lernen.
Ha! Ich sage mir einfach weiterhin, dass Morgen ein neuer Tag sein wird und morgen immer alles besser sein muss. Das ist wohl die Atomkernspaltung ohne nukleare Reaktion, richtig, die universale Kernschmelze steht bevor. Für gewöhnlich gibt es Notkühlungen, wenn die aber nichts bringen, muss man sein eigener Idiot sein und das radioaktive Corium auf den Straßen verteilen.

Samstag, 27. April 2013

Repeat after me

Nach tausend überstandenen Tagen,
hundert hingenommenen Toden,
einem Atemzug nach dem nächsten;
das gebrochene Hallelujah
vor dem kommenden großen Aufbruch.

"Es ist manchmal einfach nicht genug",
flüstert eine Stimme.
"am Leben zu sein."

Freitag, 26. April 2013

Kardial

Dort ist ein ganz weicher Kern
Gleich links neben deinem Sternum -
Wenn du einsam genug bist,
               hingerissen genug bist,
               verrückt genug bist,
               menschlich genug bist,
kannst du selbst die Muskelkontraktionen spüren:
Wie sie dir versprechen
furiose Jahre voller
frivoler Sehnsucht.

Dienstag, 23. April 2013

Montag, 22. April 2013

Der Tag, an dem die Bettler umgesiedelt wurden

Hier ist ein Text, den ich einmal für den Deutschunterricht in der Schule geschrieben haben. Ist schon ein Weilchen her. Doch noch immer wundert es mich, dass ich damals mit einer 1 für Mühe belohnt worden bin. Dabei dachte ich, ich ginge mit meiner Meinung zu weit.
Es hat sich damals meine Lehrerin daran erfreut, also teile ich es heute auch mit euch.

Hab es schnell abgetippt, also entschuldigt Rechtschreibfehler.
________________

Der Tag, an dem die Bettler umgesiedelt wurden.

Touristen-Städte sind eine Lüge. Alles ist angepasst. Ordnungsgemäß abgepackt, in Reih und Glied erbaut und einzig allein staunenden Blicken überlassen. Diese Augen sind überall, doch bekommen nur das zu sehen, was sie sehen sollen. Die Attraktionen, die Fassaden alter Gebäude, deren Ursprungsgeist nie mehr zurückkehren wird.

Eine Kirche, die mit goldenen Figuren und bunten Fenstern geschmückt ist, doch kaum einen Glaubenden beherbergt.
Ein Einkaufscenter gefüllt mit Menschen, die vorgesetzten Standards hinterher jagen und viel zu viel Geld für Waren ausgeben, die sie nicht brauchen.
Ein Rathaus, in dem ein Bürgermeister arbeitet, dessen Name nur 5% der Einwohner kennen.
Ein Krankenhaus, in dem ein Kranker kein Mensch, sondern eine digitalisierte Karteikarte ist, die für eine Behandlung im besten Fall mehrere Stunden warten muss.
Ein Marktplatz, auf dem man Angebote in fremden Sprachen ins Gesicht geschrien bekommt, vollkommen überteuert, versteht sich von selbst. Obst und Gemüse aus Ländern, die kaum einer auf der Weltkarte finden kann und überhitzter Milch, die zwar nach nichts mehr schmeckt, aber keine Krankheitserreger mehr beinhaltet. Fleisch in jeglicher Form von Tieren, die so von der Natur nicht erschaffen wurden; gedünstet, gebraten, abgehangen, geräuchert, gedreht, gebrüht, mit Gesichtern, gefüllt, in Kunstdärmen,… (Selbst beim Bäcker bekommt man keine stinknormalen Semmeln mehr. Man wird erstickt zwischen Wecken, Potatoes, Roggen-Korn-Brötchen, Kaisersemmeln, Croissants und Ciabattateig…)
Ein Kino, in dem man sich am geschauspielerten Tod und vorgegebener Liebe in 3D ergötzen kann - ohne dabei auch nur eine Kleinigkeit zu fühlen.
Restaurants, unzählige Restaurants, in denen man die Speisekarte nicht verstehen kann, Wasser aus dem Ausland importiert wird und von Kellnern bedient wird, denen der Geruch der eigenen Küche zum Hals raus hängt.
Nicht einmal die Kneipen sind echt. Anstelle von Geschichten erzählenden Veteranen sitzen dort Neureiche, die über niveaulose Witze lachen; anstelle von liebeskranken Frustrinkern grölen besoffene Teenager Lieder von Nicki Minaj und David Guetta bis sie im eigenem Erbrochenen tanzen.

Ein Mann wirft einen bunten Becher von Starbucks in den Mülleimer, seine Zigarette jedoch auf den Gehweg. Ein klein-gezüchteter Modehund tritt auf den Stummel, quietscht kurz auf und schaut wehleidig zu seinem Frauchen.
Sie geht einfach weiter. Der Mann auch.

Der Schmuckladen um die Ecke war früher einmal ein Beate Uhse Geschäft. Damals kaufte man dort Pornos und Spielzeug im Wert von 10 Markt und heute einen Ring für 500 Euro.
In dem Laden, in dem sich Kinder derzeit in Kabinen umkleiden, strippten einmal Frauen für 20 Mark mehr in der Tasche.
So was gibt es hier nicht mehr. „Die Stadt hat einen Ruf zu verlieren“, hieß es in einer Pressemitteilung vor ein paar Jahren. Was für ein Haufen Scheiße. Eine über-hygienische Stadt ist ein Ort ohne Charakter. Dabei war der Dreck und die Abscheulichkeit der Grund, warum die Leute vom Land in die Stadt reisten. Um sich nicht im Trott zu verlieren, um Fotos von Orten zu machen, die sie nicht wieder erkannten. Einen Wohnblock mit hässlicher Plattenbauten, keine Sternehotels mit umzäunten Parks. Spielende Kinder, denen es egal war, ob sie Kleider trugen oder nicht, denn das Licht fiel nur auf das Öl in den Pfützen, die wie giftige Regenbögen umher tanzten.

An dem Tag, dem die Bettler und Penner in eine billigere Gegend umgesiedelt worden sind, verlor die Stadt die Wahrheit. Perfektion trat an die Stelle von Heimat.
Besonders hellhörig werden Menschen beim Wort „restauriert“. Touristenstädte machen aus Armut eine Schande. Man sieht es ja nicht: Die Matratzen auf dem Fußboden, die improvisierten Möbel, die leeren Kühlschränke.

Über Vodkapisse wurde ein neuer Teppich gerollt. Zwar stinkt es immer noch, aber ohne glorreichen Gesang kaputter Menschen, die das Wort „Miteinander“ nicht im Duden nachschlagen mussten.

Donnerstag, 18. April 2013

Fragen für ein Video?

Da ihr ja alle wisst, dass ich einfalls- und ideenlos bin, wäre es schön, wenn ihr mich vielleicht ein paar Tipps für ein Video geben könnt. Vielleicht gibt es Interessengebiete, über welche ich reden soll, oder einfach nur ein paar Fragen?

Ich freu mich.


Mittwoch, 17. April 2013

Fragt das Monster

"Bedeutet meine erschreckende Hässlichkeit, dass meine Gefühle euch gegenüber nichtig sind?"

Dienstag, 16. April 2013

Glaskasten

Abstoßende Schönheit, was ist aus ihr geworden? 
Die Haut wie trockenes Pergamentpapier,
Risse an den Enden
Blut verlässt den Körper wie überschwemmende Tinte.

Sie ist in einem Glaskasten eingesperrt.
Ein stetig blickendes Auge,
welches sich niemals abwendet:
Gefangenschaft pulsierender Innerein,
doch stummer Hilfeschreie.


Mittwoch, 10. April 2013

Schlimme Dinge passieren eben. Jammern bringt mich nicht weiter. Doch wie gerne würde ich...

Gestern ist der schlimmste Tag des Jahres gewesen.
Werde wieder zum psychischen Wrack.

Montag, 8. April 2013

Unbeantworteten Fragen

Wenn man Suizid in Erwägung zieht, hat man wenigstens einenn Bezug zum Minderwert dieses Lebens.
Zieht man allerdings nur Erwägungen in Erwägung, kratzt man nur an den Masken großartiger Denker und hält die Hand einer Strohhalmvogelscheuche.
Plötzlich machen selbst die Zeilen im Duden keinen Sinn mehr, vorallem "Glaube" und "Fakt". Mit wissenschaftlichen Methoden forme ich Sätze, verliere mich aber ganz in Ungeduld der Magie und warte, warte, warte auf die Lösung all dieser unbeantworteten Fragen.

Samstag, 6. April 2013

Schuld oder Scham?
Gibt es für euch ein schlimmeres Übel oder ist Beides gleichheitlich unzumutbar?

Freitag, 5. April 2013

Mittelmaß

Du merkst wie es dich langsam verschlingt. Schleichend nur, in winzigen Häppchen. Doch du kannst es fühlen, denn du atmest noch immer. Fortwährend hörst du Worte, die Standards und Illusionen vermitteln; kannst nur nie begreifen, was diese Kreaturen am Leben hält.
Morgens schon siehst du glanzlose, glasige Augen wie Vorboten einer zukunftslosen Zeit. Keine Visionen mehr, keine Pläne oder gar Träume; noch kann man verblassende Schreie verschallen hören, noch kann man Konturen der verhüllten Gesichter erkennen, die entweder im finsteren Schwarz oder gleißedem Weiß verschwinden.


Ist es nicht unfassbar tragisch, dass Grau in einer schwarz-weißen Welt vollkommen unbedeutend wirkt?
In dir ist es grau. Du weiß nicht warum, egal, wie oft du dich schon diesen Fragen ausgesetzt hast. Alles ist immer nur ein Mittelmaß. Fragen dich Menschen nach deinem Wohlbefinden, schleicht sich ewig ein "Es geht so" über deine Lippen (außer du findest die Kraft ein "gut" zu erlügen).
Das Lachen hast du schon lange verlernt; Witze oder Spaßigkeiten empfindest du als unwürdig, niemals lustig. Auch Weinen kannst du nicht, weil Traurigkeit im eigenen Blut ertrinken kann und Hoffnungslosigkeit das Los ist, welches du gezogen hast, nicht die Bürde.
Selbe Erinnerungen werden nichtig; als Meister der Verdrängung schlägst du dich durch dein mittelmäßiges Leben - ohne Höhen und ohne Tiefen.

Warst du mal ein Kämpfer ohne Ambitionen?
Warst du je der Bogen ohne Pfeil?
Gab es jemals mehr als "Das war in Ordnung"?
Gab es mehr als das blanke Sehnen nach "mehr", um nicht vor Geistlosigkeit zu erstarren?

So schreitest du nun deinen Weg: Mutlos verlässt du einen goldenen Käfig, erstickst am silbernen Alltag (sofern du zu dem in der Lage bist) und fragst dich, wie es wäre, deine Suppe mit bronzefarbenen Gabeln zu löffeln.
So viel ist ungesagt, so viel ausgesprochen: Komplett unwichtig, denn du brauchst kein Trost und auch kein Mitleid. Du brauchst Ziele, die keiner für dich setzen kann. Du brauchst Kraft und pure Energie, die dich wieder nach vorn blicken lassen können - aus dem Grau in das Licht.


Du willst leben. Doch nicht diese Mittelmäßigkeit.
Du willst leben. Oder nun endlich auch im Schwarz versinken.
Du willst leben. Kennst aber nichts anderes als das hier. Was auch immer das ist.
Vielleicht lebt in dir kein Mensch.

Mittwoch, 3. April 2013

Zweite Etikette

Wonderland  hat mich mit einer weiteren Etikette berreichert. Danke!

1. Hast du Haustiere, wenn ja welche?
Nein, nicht mehr.

2. Was ist deine Schönste Erinnerung?
Spaziergänge. Ich liebe Spaziergänge einfach, bevorzugt allein mit Fotokamera.



3. Was ist das Schlimmste was dir je passiert ist?
Kann ich nicht beantworten.

4. Wie schläfst du?
Mit geschlossenen Augen.

5. Machst du Sport? wenn ja was und wie viel ? Im Verein oder Privat?

Zur Zeit betätige ich mich ausschließlich in Fingergymnastik. Vom ganzenn Schreiben und Tippen sind die Muskeln in meinen Händen wohl die durchtrainiertesten.

6. Wurde oder wirst du  gemobbt?
Wurde.
Kinder sind grausam. Erwachsene ebenso. 

7. Bist du zufrieden mit dir?
Nein. 

8. Was würdest oder willst du an dir ändern? oder bist du zufrieden?
Siehe diesen Eintrag, Frage 2

9. Wie  findest du meine Blog? soll ich was ändern?
Es ist dein Blog. Mir würde im Traum nicht einfallen, dir vorzuschreiben, dass du was ändern sollst, wenn du es selber nicht willst. Dein Blog hat die richtige Mischung zwischen Text und Bildern, zwischen Ernst und auch mal Lockerlassen. Meiner Meinung nach brauchst du nichts ändern. 

10. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Vorher war ich in vielen Foren unterwegs. Dort wurde mir des Öfteren geraten, mir einen anderen Platz für meine "Belästigungen" zu suchen. Als ich zum selben Zeitpunkt auch gerade eine anorektische/bulimische Phase entwickelte, las ich eben viel in solchen Blogs und dachte mir, ich werde auch anfangen.
Ja, so war es. =)


11. Hast du Geschwister, wenn ja wie groß ist der Altersunterschied und vertragt ihr euch?
Einen neun Jahre älteren Bruder. Einen fünf Jahre älteren Halbbruder. Eine ältere Halbschwester, dir entweder ein oder zwei Jahre älter ist als ich. (Seht wie es mich nicht interessiert.)

Da ich schon einen Tag weitergegeben habe, belasse ich es dabei. 

______

Bitte gebt eure Stimme beim Voting rechts hier auf der Page.

Stadien der Trauer

Es hätte ja alles einfach mal "ok" sein können.
Wenigstens für ein paar Tage. Zur Abwechslung. Ausnahmsweise.
Dieses Spiel kenne ich zur Genüge: Der Schock, das Nicht-wahr-haben-wollen, Wut, Zorn, Ruhelosigkeit, Trauer, Schmerz, das Liebäugeln mit "Suizid",  das Drehen von Vorwürfen und Sinnlosigkeiten, Wahnsinn, Leere. Nicht zwingend in der Reihenfolge, doch immer mit dem selben Ende: Ein Stück restliches Leben stirbt in mir drin.

Und ich will nicht mal schreiben, was genau vorgefallen ist.
Wenn ich es nicht ausspreche, kann ich (noch) so tun als wäre gar nichts passiert.
Phase 1?

Außerdem ist mein Kaninchen gestorben, ich vermisse may (bonnie) und mein PC fährt sich immer zum Selbstschutz selbst herunter. 

Whatever.

Besteht Interesse an ein "Unser Werk 4"?

Dienstag, 2. April 2013

Neue Etikette

Danke, liebe Sunshine, für eine neue Etikette. Kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzt Mal eine bekommen habe. =)


1. Beschreibe dich in drei Worten!
"Ist Schwarzdenken out?"
 


2. Was würdest du gerne an dir ändern, tust es aber nie?
Ich würde gerne einen Teil meiner "Fick dich, Welt, behalte deinen Scheiß für dich"-Haltung ablegen. Es kann wahnsinnig antrengend sein, wenn man Allem und Jedem misstraut und immer nur Gründe sucht und Ausreden erfindet, allein zu sein. 



3. Was magst du nicht an anderen Menschen?
Die Fähigkeit aus allem ein Problem zu machen;
das Geschick durch Unachtsamkeit Leben zu zerstören/zu schädigen;
die Begabung, Gefühle über Vernunft regieren zu lassen
 



 4. Nenne vier Dinge, die du gerne machst.

Lesen, schreiben, Unsinn quatschen, zeichnen




5. Wie wichtig ist dir das Aussehen?
Es gibt Schlimmeres als Hässlichkeit. Nur wenn der Charakter wirklich hässlich ist, ist eine Person unansehnlich. 
 


6. Was tust du, wenn dir keiner zuschaut?
Ich plane die Herrschaft über diesen Planeten an mich zu reißen. 
 


7. Nenne drei Dinge, die dir am anderen Geschlecht gefallen.
An Männern gefällt mir prinzipiell nichts mehr und nichts weniger als an Frauen. Penisse sind zwar anatomische Wunder, aber findet hier keiner außer mir, dass sie aussehen wie Köpfe von Schildkröten - manche vielleicht auch von einem Walross? Vorallem, wenn es kalt ist: "Man, ich verzieh' mich. Körper, lass mich wieder rein." 

Einmal wollte ich bei Google "I hate people" eingeben. Als ich bei "I hate p" stockte, zeigte er mir als Antwortmöglichkeit "I hate penis" an. Damals, Schande über mein Haupt, konnte ich mir ein mädchenhaftes Kichern nicht verkneifen. Schlechte Erfahrungen vollkommen beiseite: Überall, wo ich die darauffolgende Zeit hinging, sah ich Penisse. Der Lippenstift, den man aus seinem Behälter drehen kann; Pilze, die aus dem Boden wachsen; die Mütze, die ein Mann im Bus vor mir trug; Gurken, Bananen, sogar Gummibären, die eingedrückt worden sind. 

(Keine Ahnung wie aus dieser unschuldigen Frage eine Penis-Antwort geworden ist. Ich könnte weiter gehen, wähle aber, es nicht zu tun. Ihr wisst ja, was man über einen Mann mit großen Füßen sagt: Er braucht große Socken.)
 

8. Welche berühmte Person bewunderst du?
Nun ja, ich verehre Faultiere. Keine Person, aber bekannt genug.










9. Was ist deine größte Angst?
Angst ist meine größte Angst.

10. Was bedeutet Glück für dich?
Auf Niemandems Gnade angewiesen zu sein.

11. Was planst du schon lange, aber hast es noch nicht gemacht?
Weltherrschaft, wie schon bei Frage sechs angedeutet. 






Etikette geht - mit den selbigen Fragen - weiter an Anna

Montag, 1. April 2013

Guter Mensch

Was ich gerade fühle?
Ich weiß es nicht.
Wenn Verwirrung ein Gefühl ist, spüre ich genau das. Nur ist Verwirrung wahrscheinlich kein Gefühl, sondern eher ein Zustand.

Normalerweise folgt Alles in meinem Kopf einer gewissen Struktur. Selbst das Chaos ist wahrscheinlich linearer als bei anderen Menschen. Es braucht schon ein gewisses Geschick, wenn nicht sogar ein außerordentliches Talent, diese Aufgereitheit durcheinander zu bringen.
Es war wahrscheinlich zu lange alles in Ordnung, was auch immer das bedeuten mag. Ein Satz, der sicherlich liebenswert gemeint war, wirft nun mit Leichtigkeit Fragen auf:

"Im Grunde genommen, bist du ein guter Mensch, Emaschi!"
Was bedeutet das?
Ich weiß es nicht.
Naja, ich zerstückel keine kleinen Kinder oder spucke auf die Gräber anderer, aber ist das wirklich ausreichend? Ist das "gut" oder einfach nur "nicht schlecht"? Und wenn das "gut" ist, was ist denn dann eigentlich "schlecht"?

Sagen wir es so: Zugegebenermaßen bin ich ein extrem angepasster Mensch. Ich gehe Problemen, Beziehungen, Gefühlen aus dem Weg. Sogar fast alle Aktivitäten, die man nicht allein tun kann, meide ich. Prinzipiell tue ich der Menschheit einen Gefallen damit, dass ich sie meide. Was ja auch mein gutes Recht ist.
Beim Einkaufen begrüße ich die Kassierer, ich zahle meine Steuern, ich kleide mich der Situation entsprechend und versuche die deutsche Wirtschaft aufrecht zu erhalten.
Macht mich das "gut"?

Ich fühle nichts bei diesen Gedanken.

Wisst ihr, liebe Leser, ich kann etwas "gut" und "schlecht" finden, nur nicht mit Menschen in Verbindung bringen. Ich kenne Beschreibungen jeglicher Gefühlsregungen und denke auch, viele von ihnen durchlebt zu haben, aber ich kann sie nicht mit anderen Menschen in Verbindung bringen. Ich weiß, was Unrecht ist, oder eine potentielle Gefahr, aber nicht zwingend, wenn es Menschen betrifft.

Bin ich "gut", weil ich Distanz lebe?
Bin ich "schlecht", weil mich Emotionen verwirren?
Angst glaube ich zu kennen.
Was fühle ich also jetzt?
Ich weiß es nicht.
Manchmal vergisst man einfach Dinge, die einem erst unter gewissen Umständen wieder einfallen. Wie die Wichtigkeit von Sauerstoff, wenn man seinen Kopf unter Wasser drückt.

Verdammt. Ich bin wohl der beste, leerste Mensch, den es gibt.