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Dienstag, 29. September 2015

Tagebuchauszug 06.03.2002

Tagebuchauszug vom 06.03.2002:

Mein Name ist Emaschi. Möglicherweise ist dies alles, was du über mich wissen musst. Allerdings sollte ich dazu sagen, dass dieser Name selbstverständlich nicht der Name ist, mit dem ich gerufen werde. Nur in dieser Welt - massiv weniger bedrohlich, unbändig bedeutender an Fantasie und Unwirklichkeit. Was bedeutet Realität schon noch?
Für mich mit einer wesentlichen Sache: Stille.

Ausdrucklos ist ein Wort, welches nicht aussagelräftig genug ist, um meine Attitüde der Welt gegenüber zu beschreiben. Wenn ich dir als Fremder begegne, wirst du nicht das Gefühl haben mit einem Menschen in Kontakt zu stehen. Des Öfteren verkündigte mir man genau dieses. Vielleicht glaube ich inzwischen selbst daran, kein Mensch mehr zu sein.
Äußerlich kann man kaum unterscheiden, ob es mir schlucht gesagt gut oder schlecht geht, ob ich Angst habe, ob ich mich freue - wenn es sowas gibt, ob ich ungeduldig bin oder meine Zeit einfach nur mit abwarten verschwende. Schon in der Schule nannte mich meine Geschichtslehrerin "das Mädchen mit der eisernen Maske".Was an sich an Absurdität grenzt: Nicht ich war die mit der Maske, alle anderen verbargen sich. Gefangen in meiner eigenen Welt - damals sowie heute - konnte nur niemand sehen, wie es wirklich in mir aussah.
Niemand könnte die Regeln dieser verrotteten Welt verstehen lernen. In eurer Welt bin ich ein rostiges Auslaufmodell, welches seine Seele fünf Meter hinter sich her schleppt. In allem, was es ist, ist es brennend wie ein Feuer, welches alles verschlingt und begräbt.

Es gab auch den ein oder anderen, der mit Teufelszungen behauptete, ich hätte gar keine Gefühle. Jedoch ist das Fehlen von Reaktionen lediglich Unhöflichkeit, das Fehlen von Worten nur eine Verschwendung derer.
Schwierung und manchmal unmöglich ist für mich die Begegnung von Menschengruppen.Wobei Gruppe für mich schon mehr als eine Person bedeutet. Zu viel von mir preisgeben gehört nicht zu meiner Charakterstruktur; der Versuch niemals Schwäche zu zeigen. Weinen wäre wohl die höchste Form des Ausdrucks meiner Existenz.
Dabei fiel mir lachen einst so leicht. Heute scheint mir die schiere Erwähnung dieser wie aus einer Zeile eines eingestaubten Buches. In meinem Kopf fährt ein niemals endender Zug aus dunkler, doch teils artistischer Gedanken.

Der Punkt von wahrer Schönheit in dieser eingerosteten Welt: Das System des Glauben, auch vollkommen unbezüglich von Religionen, ist zu chaotisch. Entweder ist es zu umständlich, es zu erklären oder es macht einen keinen Sinn. Einfach und komplex, karg und ausschweifend. Auch ein Herz, dass immer hasst, kann unter Umständen eine Form verformte Liebe verspüren. Eine, die brennt und brennt und brennt - in einer unsichtbaren Flamme eines jeden Momentes dieser Ewigkeit.
Ich kümmere mich nicht darum, ob ich tot oder lebendig bin. Immerhin macht es kaum einen Unterschied für jemanden, der nicht existizert. Dieses widerum bedeutet ausdrücklich nicht, dass ich in Eile bin, zu sterben. Doch muss man der Ehrlichkeit halber gestehen, dass die Wahl zwischen Leere und Flamme leichter fällt als gedacht.


Bin ich in der Lage zu lieben?

Die Wahrheit ist, dass es mir mancher Zeit tatsächlich unmöglich scheint, Gefühle zu empfinden. Da sind Gedanken, da sind Observationen, doch keine bestimmbaren Gefühle. In diesem Zustand ist es schier unmöglich durch mich hindruch zu brechen. Ob es an einem erlerntem Defensivmechanismus liegt, weiß ich nicht.
Wie auf einem Computer kann ich Emotionen abschalten, in diesen Momenten, wohl bemerkt. Die Geschichten der Vergangenheit und Gegenwart, die mich sonst verfolgen und in die Knie zwingen, können mir dann nicht mehr zu nah kommen. Darum denken meine Freunde, dass mich nichts interessiert, das ich lieblos sei sogar. So erzähle ich die ein oder andere Lüge, um ihnen etwas vor zu spielen, etwas zu bieten, was wertvoller ist als ich. Sage, was sie hören wollen, nicke, wenn sie einen Witz reißen. Nur innen drin bleibt es grenzenlos schwarz. Nein, ich bin kein Monster, das denke ich zu Mindest, aber menschlich ist auf der nächsten Stude.

So sieht es in meiner Welt aus. Die Flamme, die stetig an meinem Herzen leckt, versucht mich für den Tod zu erwecken. Irgendwann werden die Emotionen wieder aus mir heraus brechen. Bis sie wieder verschwinden, und wieder kehren, und verschwinden,....
Vielleicht kann ich nicht mehr lieben, und auch keine dauerhaften Beziehungen führen, doch das alles ist limitiert. Eines Tages wird es entfliehen, sich über das gesamte Universum verbreiten und es wird oh, so wunderschön sein.
Ich muss vorbereitet sein. Darauf, dass meine Liebe nicht für immer bleiben kann. Oder jemandens Liebe und Wertschätzung für mich. Wir leben keinen Hollywood-Film. Somit verlasse ich dich, liebes, treues Tagebuch, mit der selben Sachen, mit der es begonnen hat:

Stille.

Montag, 28. September 2015

Quengelig leben, jung sterben

"Rauchen tötet", sagt sie langsam, fast vorsichtig, zwischen zwei Zügen. Es umgibt sie wie Sturmwolken, Kaninchenschwänzchen und rosinenartigen Lungenflügeln. "Aber du weißt schon, Gewehe tun das auch", noch langsamer. "Und sie... diese oder jene... sie - sie bewaffnen all die Angestellten der Regierung damit. Sieht man mich sich beschweren?"

Es erlischt.  Der Zunder erlischt, fällt hinab und fängt sich wieder in einer kalten und düsteren Umarmung. Ihre Tennisschuhe zermürben ihn.
"Sie sagen, es kostet Jahre. Es NIMMT Jahre von deiner Lebenszeit; als könnte ich nicht früh genug sterben - wofür meine Eltern möglicherweise töten würde. Jeder braucht irgendwas. Kann ich nicht irgendwas haben?"

Ihre Hände greifen nach der nächsten Zigarette. Wie eine gefangene und schluchzende Flamme am Ende eines Stocks aus dem Wald schreit das flackernde Orange nach der Unschuld von Kindern, Tieren und Heuchlern. Später ist weit entfernt. 'Andere außer mir' wohl noch viel weiter.
Zögernd setze ich mich neben ihr und frage nach einer Zigarette, die brennt und doch besonders zu meinen großen, unbeholfenen Gliedern im Jogginganzug passt.
"Rauchen verkürzt das Leben", beginnt sie erneut. Dieses Mal spiegelt sich ein sanfter Teil Belustigung in ihrer Stimme, sollte ich es richtig deuten.

"Mich hörst du sicherlich nicht beschweren.", antworte ich ihr letztendlich. Die Schreie in meinem Kopf  sind ruhiger als zuvor.

Sonntag, 27. September 2015

Der Gewinner des Gewinnspiels

Danke an jeden Leser, der mitveranwortlich ist, dass ich 1010 Posts 'durchgehalten' habe. Ohne euch und euren Zuspruch hätte ich wohl schon lange vorher aufgegeben. Ihr seid die Besten!

Danke speziell auch an die Teilnehmer. Neun Stück an der Zahl! Vielen dank für euer Interesse. Natürlich konnte nur einer gewinnen, aber bitte nicht enttäuscht sein. Das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt.

Die Auflösung des Gewinners möchte ich euch hier, in diesem kleinen Stummfilm, präsentieren:
(Die Qualität war eigentlich viel besser, aber ich habe keine Einstellung bei Blogger gefunden, bei der man die Qualität des Videos beibelassen kann.)

video

Herzlichen Glückwunsch!
Ich habe dir bereits eine Mail gesendet, wenn diese nicht angekommen sein soll, bitte schreibe mir doch eben Bescheid.

Danke nochmal. =)

Samstag, 26. September 2015

Erinnerung Gewinnspiel

Danke für euer Interesse beim Gewinnspiel.
Bisherige Teilnehmer sind:
Wind.Prinzessin
Lucia Lilly
Luca
Last Blasphemies
AdorableAmaryllis
Miss Nothing
Raya
Silky
Adina Salome

Vielleicht bekommen wir noch einen 8. Teilnehmer, damit wir eine schöne runde Zahl zusammen haben? 
Jedenfalls könnt ihr mir noch im Verlaufe des gesamten Samstags hier einen Kommentar schreiben. Morgen ist die Auslosung.
Danke.

Freitag, 25. September 2015

Gestern Abend

Panikattacke x 10.
Da überwindet man sich nur kurz allein zur Bank zu gehen, da wird man von zwei betrunkenen Halbstarken dermaßen degradierend belästigt, dass die Erinnerung zum Blitzschlag wird.
Nur rennen, nur laufen, so schnell wie möglich weg von dort - von hier, von dehen, von mir, von meinem Kopf.
Tränen. Erinnerungslücke. Dissoziation. Das Herz hört nicht auf zu rasen. Es tut weh, alles tut weh. Kann nicht atmen, sehe nur ihn.
Bin in keinem guten Gemütszustand. Ich muss blut sehen. Weiß nicht einmal mehr, wie ich wieder nach Hause gekommen bin, jedenfalls war es schon dunkel. Muss in meiner eigenen Kotze schwimmen. Die Nacht geplagt von Alpträumen und Gesichtern der Vergangenheit. Ist das ein Absturz oder der finale Aufprall?
Ich dreh' durch.

Jetzt kann ich nicht aufhören an Eisherz' Tod zu denken. Unweigerlich gleiten meine Gedanken zu Julian und ich bin wie eh und je geschockt über die Willigkeit, mit der ich dem Tod gegenüber trete. Bereit bin ich allemal.

Donnerstag, 24. September 2015

Ihr zum Gedenken

Wir haben uns aus den Augen verloren, oder aus einander gelebt - prinzipiell macht es keinen Unterschied. Dies ist für dich, alte Bekannte; hoffentlich weißt du bis zu diesem Tag, dass du mit deiner Traurigkeit nicht allein warst

Eins. 
Wir waren zu still,
wortlos on die Enge getrieben,
allein umgeben von gedänpften Herzschlägen,
die sich in zu fragile Lungenflügel
gruben.
Wir waren das nervöse Zittern
der Erde uner unseren Füßen;
die bittere Unvergebenheit und
die Schreie, die eine Nation ignorierte.
Wir waren leere Räuume.
Wir waren alles
außer schön.

Zwei.
Du hast deine Freude in den Urlaub geschickt.

Drei.
"Das Leben ist ein Bürgersteig",
sagtest du mit Tränen im Gesicht,
zugedröhnt von Codein und
Unbenenntbarkeit.
"Das Leben ist ein Bürgersteig;
Bedauern, Schmerz und Tränen sind die Risse.
Täglich wird darauf herum getrampelt
und darauf geschissen."

Bedrungen nickte ich;
nicht sicher, um der Worte Wertigkeit.

Vier.
Vielleicht waren wir zu verschieden.
Mehr als Verständnis teilten wir ja nicht.
Für dich war es eine neue Kanüle,
ein stockender Atem und
Sex mit jedem Mann, der auch sein Portmonee öffnete.

Und ich?
Ich war einfach leer, mein Schatz.
Tot, irgendwie schlafend.

Fünf.
Der Tod überraschte dich nicht,
hießt ihn ja Tag-ein Tag-aus willkommen.
Mit geöffneten Armen
gingst du von mir.

Der Tod klopft nicht an meine Tür.
Ich klopfe an seine.

Dienstag, 22. September 2015

Gewinnspiel

(Nebenbei: Juhu, ich habe eine tolle, neue Tastatur!)

Vor lauter Hin und Her an meinem Geburtstag habe ich vollkommen vergessen, dass ich ja ein Gewinnspiel geplant hatte. Vorzugsweise am 1000. Post, doch auch 1010 hört sich in meinen Ohren nicht verachtenswert an.
Also zur Feier meines 1010. Eintrages lade ich euch ein, an meinem kleinen Gewinnspiel teil zu nehmen. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß wohl schon wie einfach es geht. Für die Anderen ist es genauso simpel:
Unter diesem Blogeintrag könnt ihr einen Kommentar hinterlassen, in dem ihr mir sagt, dass ihr gerne teilnehmen möchtet. (Leute, die schon mitgemacht und gewonnen haben, werden selbstverständlich nicht ausgeschlossen.) Der "Einsendeschluss" ist Samstag, der 26.09., um 23:59 Uhr. Vorher werde ich natürlich noch einen Eintrag zur Erinnerung verfassen, damit auch niemand verloren geht. =)
Am Sonntag wird der Gewinner per Losverfahren ausgelost und mittels einem kurzen Video veröffentlicht. Mit dem Gewinner werde ich dann über Blogger und E-Mail in Kontakt treten.

Das letzte Gewinnspiel liegt ein Jahr zurück, aber 1010 Einträge sind schon eine beeindruckende Summe an Einträgen. Zu gewinnen gibt es eine kleine Überraschung, die ich noch nicht verraten werde. Der Versand erfolgt per DHL.

Bei Fragen könnt ihr euch natürlich auch über die Kommentarfunktion an mich wenden. =)
Danke für euer Interesse1

Montag, 21. September 2015

Haarschnitt

Als ich aus dem Hause meiner Kindheit auszog, schnitt ich mir zeitnah die Haare ab. Niemand fragte, warum. Niemand erfuhr, warum ich ausgerechnet eine riesige, furchterregende Schere nahm. So scharf, dass sie womöglich Knochen hätte schneiden können, oder ein Loch in dieses Raum-und-Zeit-Kontinum.
Fast schon aus wohl bekannter Abwehrhaltung heraus, zuckte ich zurück: Doch dies war der Moment. (Dumm nur von mir zu denken, ich würde zu dem dicken, borstigem Haar auch meine Scham ablegen können.)

Jeder lobte meine Haare. Man betonte wie gesund und gepflegt sie aussähen, wie wunderschön. Sie waren alles, was ich nicht verdiente, zu besitzen. Jede Faser umschloss die Finger des Geistes meiner Aktionen, die ich noch nicht zu konfrontieren bereit war. Jede Strähne, obgleich glänzend mit Sonnenlicht, erinnerte mich an eine jämmerliche Existenz.
Nichts von mir verdiente es von einem Spiegel reflektiert zu werden. Immerhin machte dieser auch nur das, wofür er geschaffen wurde - wird nicht einmal bezahlt dafür. Wahrscheinlich ist er aus diesem Grunde so unvergebend.

So nahm ich diese Schere in die Hand und sah die Haare zu meinen Füßen fallen. So dicke Brocken, dass ich sich das Gewicht von meinem Kopf erleichtern fühlen konnte. Da starb der letzte Teil Ansehnlichkeit, da unten auf dem Boden.
Der Glanz blutete aus ihnen heraus wie Bäche aus Tränen. (Trotz Allem knickte ich unter dem Gewicht der Schuld ein.)
Wütend auf die Welt und vor Ärger schluchzend kehrte ich jedes Härchen zusammen und warf sie dort hin, wo sie nur noch ich vermissen werde: In die Mülltonne.

Am nächsten Tag im Betrieb meiner Ausbildung rief man mir entgegen: "Ach, wie siehst du süß aus."
Daraufhin meinte ich nur: "Sag' doch bitte sowas nicht", wollte ihr aber eigentlich ins Gesicht schreien, dass sie mir nicht mitten ins Gesicht lügen soll.
Warum sollte ich mich sonst bestrafen, wenn alles weit geht wie bisher? Warum sollte ich nicht mehr die Würde besitzen mir selbst ins Angesicht zu schauen, wenn ich nur Komplimente über meine neue Frisur bekomme? In mir rebellierte es. Vielleicht hätte ich verständlicher machen sollen, dass meine Haar zu diesem Zeitpunkt das einzige an mir war, welches ich nicht bedauerte, an zu schauen. Jetzt war nichts mehr davon übrig gewesen.
Was gab es da noch zu sagen?

Danach entschloss ich mich, meine Haare nie wieder so kurz zu schneiden - wenn es höhere Umstände nicht verlangen.
Meine Augen waren zu sichtbar. Die Spiegelung von Hass und Trauer war zu präsent. In Scheren eingravierte Erinnerungen ist nicht das, was die Erlösung bringen könnte. Liegt es doch in den Händen, die sie führen; ironischerweise sehe ich dieses abgestorbene Gewebe als Mahnmal für die ewig vorherrschende Erinnerung. So soll es nun sein.
Aus diesem Grund brauche ich meine Haare nie wieder so kurz schneiden. (Es sei denn, ich könnte dadurch leben.)

Freitag, 18. September 2015

Geld

"Geld macht auch nicht weniger einsam, glüklich schon gar nicht."
"Aber wenigstens muss man am Ende des Monats nicht hungern oder sich darum sorgen, ob man die Miete noch zahlen kann. Weißt du? Ich verstehe ja worauf du hinaus willst. Aber es macht einen Unterschied, ob man einsam und reich oder einsam und arm ist."

Zwei Männer beim Einkaufen. Beide schienen frustriert, beide fühlten sich unverstanden.

Donnerstag, 17. September 2015

Wildpark (Update)

Wie ersprohen folgen heute Bilder om Besuh im Wildpark am 15.09.2015.
Da einige Tasten meiner Tastatur niht mehr so reht funktionieren wollen, wird dies wohl ein Bilderpost. Bitte erzeiht das. Immerhin muss ih jetzt auh noh eine neue besorgen.

Danke für die nahträglihen Glükwünshe gestern.
Hoffentlih gefallen euh die Bilder.

Weißkopfseeadler "Sam""
Ton in Ton

Durh den Zaun hindurh

Junger Damhirshbok

Fuhs, der wahnsinnig weit weg war

Aliens im Hintergrund ^^''

Der Hirsh, der bei den Shweinen erweilen musste
Bringst du Futter?
Entspannen

Immer den Überblik behalten
Alte Luhs-Dame

Sie shaut mih direkt an.

<3
Hätte ih am Liebsten alle mitgenommen

Fußpflege
Mutter (rehts oben) mit ihren drei Töhtern

Leker Salat für das Pfirsihköpfhen
Auh hier wurde ih direkt angeshaut

Iltis - auh sehr weit weg
"Nimmermehr"

Wir haben uns ein bisshen Brot geteilt

Mittwoch, 16. September 2015

Geburtstag

Da ich jedes Jahr einen kleinen Geburtstags-Post verfasse, möchte ich nun diese Tradition nicht brechen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass am Samstag, meinem Geburtstag, nicht sonderlich viel geschehen ist. Eigentlich wollten mein Bruder und ich Sushi essen gehen, da waren wir zu meinem letzten Geburtstag das letzte Mal gewesen. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass die Laden dauerhaft geschlossen hat. So viel zu meinem Glück. ^_~ 
Letztendlich haben wir uns einen Kürbis-Feta-Auflauf gemacht. Das war auch sehr lecker, also werde ich mich mal nicht beklagen. 

Am Sonntag fuhren mein Bruder und ich zu seiner Freundin. Sie begrüßte uns mit einem Kuchen, weil sie "vergessen" hatte, dass ich kein Gluten essen darf. (Sie weiß es seit Februar und beschwert sich mindestens monatlich darüber.) 
Da wollte ich aber nicht so sein, sah den Beiden beim Kuchen essen zu und habe mich mit einer Möhre beköstigt. Sonst ist auch dort nicht viel passiert. Ich habe ein - eigentlich zwei - Geschenk(e) bekommen. Jeweils ein Armband; das silberne von meinem Bruder und das blaue von seiner Freundin. 
Normalerweise bin ich kein Fan von auffälligen, klobigen Armbändern, aber die zwei gefallen mir schon allein deshalb, weil sie Geschenke waren. 


Danach folgte ein ausgiebiger Spaziergang durch das hiesige Moos. Wenn der Sommer nicht all zu trocken gewesen wäre, wären weitere Wegen offen gewesen - leider sind die jedoch die meisten Bäume kaputt und Felder ganz und gar vertrocknet. Letztes Jahr haben ein paar Leute (Idioten) versucht zu grillen und einen Brand verursacht. 
Seitdem ist im Sommer oft viel gesperrt, was recht schade ist. Auf der anderen Seite haben so Tiere ein schöneres Rückzucksgebiet und vielleicht kann sich die Pflanzenwelt irgendwann auch erholen.




Die letzten Störche sind unterwegs. Wir haben drei Stück gesehen- Hoffentlich kommen sie heil im Süden an und kommen unversehrt zurück. 




Abends, wieder zu Hause angekommen, haben wir dann noch mit unserem Vater telefoniert. Anscheinend gefällt es ihm in Bremen zu arbeiten.  Was mich freut, allerdings kann das schnell wechseln - das Gleiche sagte er in den letzten drei Jahren über die Niederlande, die Schweiz und Norwegen. XD 

Am Montag waren mein Bruder und ich einkaufen. Prinzipiell wollte ich nur eine Strickjacke. Allerdings scheine ich zu genaue Vorstellungen zu haben. Wurde nicht fündig, habe mir selbst aber ein neues Parfüm gekauft. Das hört sich jetzt vielleicht simpel an, der Müller war aber so voll, dass ich den größten Teil meiner Aufmerksamkeit den vielen Menschen schenkte und nicht den Düften.
Jedenfalls habe ich mich für "B." von Balenciaga entschieden, welches ich mir nie alleine durch das Lesen der Produktbeschreibung gekauft hätte.


Des Weiteren habe ich mir noch eine Handcreme eingepackt. Es ist eine kleine Packung, weil ich nicht zu viel Geld ausgeben wollte.
Aus diesem Grund ärgere ich mich noch mehr, das EOS Lippenbalsam eingesteckt zu haben. Von diesem Produkt habe ich schon viel gehört, soweit ich mich recht erinner, größtenteils positive Rezessionen. Voller Vorfreue habe ich ihn ausgepackt und da kam mir dieser chemisch, künstliche Geruch entgegen... (Bin inzwischen sehr empfindlich) Zuerst dachte ich, ich übertreibe wie gewöhnlich, aber mein Bruder, dessen Freundin und zwei Arbeitskolleginen von früher, die ihn auch kaufen wollten, sagten das Gleiche. Da das Produkt aber überall so beliebt ist, mache ich mir Gedanken, ob es vielleicht nur an diesem einen liegt, den ich gekauft habe. 
Natürlich werde ich ihn nicht weg schmeißen, sondern eine Weile verwenden, um zu schauen, ob er wenigstens hält, was er verspricht. =) 


Der Nagellack war ein Geschenke von der Müller-Filialie. 

Im H&M habe ich mir aus der Kinderabteilung noch ein "Zu Hause Pullover" gekauft. Offen gestanden war dieser der Einzige, den ich entsprechend nett fand, nicht zu groß oder klein war, keinen extravagaten Schnitt hatte oder zu teuer war. (Ja, stimmt schon, die Mode derzeit ist einfach nichts für mich.) 
Mich wunderte, dass mir die XS an den Ärmel noch ziemlich lang waren. Für zu Hause wird es aber vollkommen reichen. Eine Strickjacke nach meinen Wünschen gab es nicht. Nun - ich habe keine gefunden.


Nach dem Einkauf waren wir noch beim Viatnamesen essen. Das war dann quasi der Sushi-Ersatz. Es war wirklich gut und die Bedienung war sehr hilfbereit. Sie teilte es dem Koch nach einem Fragen noch extra mit, dass er bei keinem der Gericht irgendwas mit Getreide verwenden solle. (Obwohl in der asiatischen Küche ohnehin wenig verwendet wird und es in der Karte aufgelistet war, was Gluten enthält und was nicht.)

Alles in allem waren es schöne Tage. Größtenteils hat auch das Wetter gepasst.  =) 
Danke für's Lesen. 
Morgen folgt noch ein Bilderpost vom gestrigen Ausflug zum Wildpark.

Montag, 14. September 2015

Befleckt

Dieser hier hat kein erkennbares Geschlecht. Doktor wäre wohl am Einfachsten. Höfliche 'Danke' und 'Ja Ja's, denn 'Herr' und `'Nein, niemals' wurden mit der Zeit zu schmierig, selbst mit zaghafter Behandlung. Die Augen sind schwarz, mit der Festigkeit von Steinen. Aber auch mit der Intensität von Löchern im Boden, die Ameisenstaaten in sich verschlingen. Darin verschwinde ich auch, sie bringen mich an Orte, an denen ich lieber nicht sein möchte. Zu eiskalten Räumen, in denen nur Schmerz bringende Körperteile und Tränen lebten, zu hallenden Sälen aus Niederträchtigkeit und schamerfüllter Angst, zu blau, rot, gelb gestrichenen Schaukeln, an denen die Sonne an Zahnbürsten-Haaren kratzte, zu abgestrobenenen Blumenfeldern, die mancher Tags der einzige Schutz waren.
Zu Betten, in denen ich lag, um zu welken, um zu zerkrümeln. Alles um mich herum waren Papierfetzen, unbeschrieben und wertlos.
Damals waren es die Fragen danach, ob man besagtes Papier so lange in den Händen halten könnte bis Flüstern vergessene Luft an Luft wurde. Doch kämpfte man nur so lange bis man verloren hat.

In der Nacht zurück, in der man sorgenfrei über Zäune kletterte, um die Grenzen aus zu testen, kam der Gedanke an diese verfolgenden schwarzen Löcher inmitten von Schädeln immer wieder zurück. Sie bohrten sich hinein wie warme Finger am Abzug und ausgestreckten, jedoch leeren Armen. Mit unerreichlichen Zweckwidrigkeiten, betupft mit Unsicherheiten.
Eine androgyne Stimme sprach: "Du siehst belästigt aus", doch keiner würde es aufhalten. So ist die Gesellschaft eben, ein wenig befleckt, ein wenig verkehrt. Es macht wenig Sinn.
Wir alle bleiben die eine Form der Jungfräulichkeit, die die reinste ist: Keine.

Sonntag, 13. September 2015

Arterien geschnürt, Furcht beladen

Als ihr Kopf so schnell nach oben schnappte, dass sie einzelne Wirbel in ihrem Nacken krachen hörte, wusste sie es: Er ist da; da! da, ist er. Ist er da? Er ist.
So sind wie wieder eins (sind sie?) und doch
v  e            r            s   t          r           e  u               t,
vielleicht sind es aber nur seine Füße dort oben an den eingerollten Knoten,
sein Geruch, der durch sommerliche Winterkälte huscht.
In Hoffnung und Furcht starrt sie (während ihre Stimmung kippt) wie seine Augen unfeierlich über Eigentum gleiten, sie erhaschen und sich ab wenden.

Angehängt am Gerausch der Verlassen werdens: Das Quietschen von Schuhen, das Schließen von Türen, die nicht mehr geöffnet werden. Ein kleiner Teil von ihr stirbt erneut. schluchzt, weint, zerbricht. Mit engen glitschigen Fingern fleht sie, wie die erbärmliche Verschwendung von Luft, die sie nun einmal ist; reißt an seiner Kleidung bettelt und drängt. Ach, könnte er doch nur als Statue in diesem gefrorenem Ort bleiben.
Auch wenn sie kämpft, sich bemüht nicht an eiserner Erstarrtheit zu vergehen, bricht es durch ihre Haut. Stößt empor wie ein Bremskeil. Ein Mahnmal, welches meilenweit gehesene werden kann und dessen klapperndes Kratzen von Weitem gehört werden kann. Da auf ihrem Scheitel. In dem Zittern ihrer Hände, in denen sie lediglich einen Stift halten kann.
(Und oh Gott, wie wagen sie es zu behaupten, SIE würden ihn vermissen?)

Freitag, 11. September 2015

Fortgang

Morgen werde ich erwachen und alles oder nichts wird anders sein.
In dieser Sentimentalität liegt das Ende des Fortschritts.
Sich durch Scheuklappen der Zukunft verbergen oder schützen,
um einen winzigen Augenblick in der Vergangenheit zu verweilen oder davon zu rennen. 
Was bleibt noch zu schreiben?
Alles, was ich weiß oder verdränge, ist, dass ich Leben brauche, doch nicht einen Tag länger für sie leben möchte.
Morgen werde ich erwachen und alles oder nichts wird gleich sein.

Mittwoch, 9. September 2015

Bitte komm(t) zurück!

Es tut mir leid, dass ich blaue Flecken an deinen Unterarmen hinterlassen habe.
Da habe ich mal wieder zu lange, zu dringlich fest gehalten; geklammert könnte man sagen.
Ich hatte Angst, weißt du? Ich hatte Angst, ich würde heraus finden, was passiert, wenn ich dich gehen ließen.

Denn letztendlich hat es seinen Reiz verloren, ein Geist zu sein.
Gerne würde ich wieder zurück in die Herbstwärme menschlicher Körper kriechen, doch scheine ich nicht zu passen. Hinein zu passen, ihnen nicht zu passen, Ansprüchen nicht zu passen - eigentlich ist es egal.
Das Ergebnis bleibt das Gleiche.

Montag, 7. September 2015

Unfrankierte Postkarten: Mein Bruder M.

Mein lieber Bruder M.,

hoffentlich läuft dein Leben gut für dich, zu Mindest doch ertragbar. Dieser Sommer verlief überraschend erwartet - oder auch erwartet überraschend. Wir haben schon eine Weile nichts von einander gehört, und nein, 'Anstupsen' auf Facebook zählt nicht. Die Zeit vergeht so nun einmal... Da verabschiedet man sich noch an der Tür und plötzlich sind drei Jahr vergangen. Manchmal fühlt es sich an, als wäre ich in eine Art Exil verbannt. Womöglich denkst du aber auch das Gleiche, von wo immer du auch bist.
Es ist schwer für mich. Das Entfernt-sein, das Auseinander-gelebt-haben, das Hin und Her und für und wieder, ob ich nun erneut schreiben soll oder nicht. Für die von uns, für die es keine Antwort gibt, sollte die Fragerei aufhören. Doch das tut sie nicht. Für mich steht immer Schuld, ein schlechtes Gewiss und ein dick-geschriebenes Warum dahinter.

Natürlich ist das kein Vorwurf. Immerhin habe ich Verständnis. Leben ist nicht leicht, Umstände machen alles schwerer. Früher schon ist viel schief gelaufen. Aber wer wird in so einer Situation schon in alten Wunden bohren?
Denke nicht daran. Denke nicht an mich, wenn es dir somit ein wenig besser geht. Die alten Zeiten, ok, sagen wir der Gerechtigkeit Willen die guten von ihnen, vermisse ich sehr. Wir hatten viel Spaß mit kleinen, unbedeutend scheinenden Dingen: Das perfekte Rührei kochen, nicht Staubsaugen wollen, zusammen Fernseh schauen,... Reden. Miteinander reden. Inzwischen sind wir wohl Beide nicht mehr sonderlich gut darin. Wenn wir das jemals waren.

Wenn ich jetzt anfangen würde mit "Weißt du noch das tagelange Spielen mit der Playstation?", würde dier Brief wohl zu lang werden, zu weit führen im Sinne des Schwelgen in Erinnerung. Was ich kurz und präzise sagen wollte: Ich denke oft an dich. Ich vermisse dich.
Irgendwann holen wir einen Teil der verlorenen Momente nach, ok? Bis dahin werde ich warten. Nur sollst du wissen, dass du nicht vergessen bist, das du geschätzt und geliebt wirst - ob du es anerkennen kannst oder nicht.
Du bist nicht aufgegeben.

Bitte passe gut auf dich auf.

Liebe Grüße
Emaschi

Freitag, 4. September 2015

Gewohnheit

Es dauert derzeit immer ein paar Tage. Dies ist ungewöhnlich für mich, ungewohnt verzeihbar.
Nur lebt es sich erschwert - und mir ist bewusst, dass diese Worte von mir auch gewöhnlich sind. So sehr, dass ich sie kaum noch aussprechen möchte. Vielleicht ist es das wechselnde Wetter, vielleicht mein bevorstehender Geburtstag, vielleicht ist es rein gar nichts. Lediglich der Körper macht nicht mehr so mit wie er sollte. ("Oder würde, wenn man ihn besser behandelt hätte", grunzt das Schwein, mürrisch und rechthaberisch sie eh und je.)
In den letzten drei Wochen habe ich zu viele Ärzte-Wartezimmer von Innen erlebt, zu Mindest aus meiner sensibelen Sicht heraus gesagt. Meine schmerzhaften Knie haben mich zum Orthopäden geführt. Auf den Röntgenbildern sieht man nichts, also habe ich nichts. Professionellere Schlussfolgerungen habe ich zwar erwartet, jedoch sind dies nie zwingend von der Krankenkasse übernommen. Mein oberer Rücken sei allerdings so verpannt und blockiert, dass ich eine Physiotherapie verschrieben bekommen habe. Dort war ich auch, gestern zum ersten Termin. "Es könnte nun mehr schmerzen als vorher. Das ist aber normal.", sagte die Therapeutin, eine gebürtige Polin. Ja, ist alles immer normal - der Schmerz, der Frust, die Bitterkeit. Tatsächlich tut es heut mehr weh, meine Knie dafür nicht weniger. Mein Magen-Darm-Trakt auch nicht - wo wir gleich zum Besuch beim Gastro-Enterologen wären:
Mein Laktoseintoleranz-Test war inkonklusiv in der Auswertung. Der Grund? Ich habe die Laktatlösung nach dem Trinken zwei Mal direkt wieder erbrochen. Der Arzt nahm es wohl gelassen: "Also wenn noch etwas von der Laktatlösung im Magen geblieben ist, beheißen die Ergebnisse, dass sie es verdaut haben - folglich keine Laktoseintoleranz haben. Sollte alles erbrochen worden sein, heißt dies aber, dass wir kein Ergebnis haben."
Was ja logischerweise auch zu erwarten ist, aber warum musste ich gleich nochmal zwei Stunden in ein Röhrchen pusten, wenn mein Körper gegen die Lösung so rebelliert? Wahrscheinlich habe ich auch zu viel Zeit. Im Gegensatz zu ihm, denn er hat bisher nicht einmal eine körperliche Untersuchung durchgeführt - kein Abtasten, kein Ultraschall. Nun, vielleicht folgt dies noch - immerhin habe ich in vier Wochen einen Termin für einen Fructoseintoleranztest.
Meine Krankenkasse wird sich freuen.

Mein Psychologe bemerkte "schon seit Längerem eine recht aggressive Abwehrhaltung" bei mir. "Dabei sind Sie überwachsam und reizbar", fügte er hinzu. Die Diagnosen stehen, ein Wechsel nicht. Monoton, alles das Gleiche. Immer die selbe Angst, immer die selben negativen Gedanken, immer Scham, immer Schande, immer Flashbacks, immer Vermissen, immer Hoffnungslosigkeit, immer Schmerzen, immer Vergessen zu Atmen.
"Haben Sie sich bei neuen Therapeuten umgehört?", möchte er nun wissen.
"Nein", bleibt für mich. Mehr gibt es nicht zu sagen, denn das habe ich nicht.
"Wieso nicht?"
"Ich habe aufgegeben.", getränkt mit bekannte Sinnlosigkeit säusel ich fast diese Worte.
"Warum haben Sie aufgegeben?"
"Man machte mir oft Vorwürfe, dass ich nie nach Hilfe fragen würde. Doch das tat ich, schon oft. Unzählige Male. Immer wenn ich es tat, hörte man entweder weg oder ich überforderte. Das gilt für professionelle Hilfe wie auch die weniger professionelle."
"Womit brauchen Sie denn derzeit Hilfe?"
Beabsichtigt ließ ich die Beantwortung schweifen. "Leben" wäre zu weit gefächert. Auf "Sterben" wären nur die selben klassischen Fragen gefolgt.
"Dies ist nicht Ort und Zeit", flüstert das Schwein unter dem Tisch hervor.
Meine Risperidon-Dosis wurde erhöt.

Der Hausarzt mag es schnell. Blut nehmen - was gewöhnlich sinnlos ist, dort ist bis auf der Schilddrüsenwert meist alles ok. Er schlug vor, ich solle Konserven, Fleisch und Kuhmilchprodukte zu den Gluten-, Sojafreien Produkten aus meiner Ernährung streichen.
Zynisch schlug ich daraufhin vor, dass er sich ja in die Politik begeben könne und dort durchsetzen solle, dass der Grundbedarf der Sozialleistungen nicht nur 398 Euro betragen.
Kurz lacht er auf, doch für mich klingt es hohl und nichts-bedeutend. Wenigstens kann noch einer von uns lachen. Für mich ist das kein Spaß, ganz sicher nicht.
Die Tränen brennen in meinen Augenwinkeln. So viel Schwäche möchte ich vor ihm nicht zeigen. Bin beschämt und traurig. Alleingelassen, irgendwie, und ... unverstanden? Setzt ein anderes Wort ein. Schließlich ist es nie genug und nie richtig.
Bis in das Treppenhaus schaffe ich es. Ein ächzendes Weinen, eines der Sorte, bei der man keine Luft bekommt und die Kehle brennt wie verrückt. Zu laut für meine Ohren, zu leise für den Rest. Das ist alles normal so, nicht ungewöhnlich. Das ist bekannt, nur lässt das Loch im Herzen nicht nach, zu schreien.
"Das wird schon wieder", merkt das Schwein ironisch gehässig an. Wie besessen fängt es an zu Grunzen - es hört sich an wie lachender Schmerz und weinende Schadenfreude.