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Samstag, 23. Januar 2016

Chronograf

Wörter, die nicht gesagt werden, graben Löcher.
Dort im Hause aus Knochen, in dem ich dich sterben sah.
Neben der alten Uhr, die zwei Mal am Tag daran erinnert.
Gleich dem Leben, welches in seiner Laufzeit auch zwei Mal die Wahrheit spricht:
Bei der Geburt und beim Tod.

Freitag, 22. Januar 2016

Zeitig genug ist schon zu spät

Manchmal denke ich, dass ich so sehr damit beschäftigt bin, etwas zu suchen, was es gar nicht gibt, dass ich dabei nicht mehr richtig leben kann. Inzwischen habe ich so viel Zeit damit verschwendet, zu erzwingen keine Zeit zu verschwenden, dass es prinzipiell nichts mehr gibt, wofür es sich löhnen würde, Zeit zu verschenken.

Wo ist nur das Leben geblieben?

Donnerstag, 21. Januar 2016

Abschied

Kann eine Person von Worten in Form von Gebeten gerettet werden?
Wird eine Krone aus Händen mich erheben
oder werde ich noch immer fallend sein?

Ich werde mich der Leere ergeben,
wenn du mir einen Kuss zum Abschied
von des Lebens immer-bewegenden Ozeanes schenkst.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Zeit wartet auf Niemanden

Zeit wartet auf Niemanden.
Mit breiten, eckigen Schultern läuft er das Bahngleis entlang und schaut nach vorn als würde er einem Ziel folgen. In seinen Augen spiegelt der Horizont aus Betonfestung, die für eine himmliche Berührung sterben würden; sich erhebende Antennen versuchen nach Gottes ausgestreckter Hand zu greifen.
Zeit ist der Junge aus der siebten Klasse, der mit seinen Fingern nervös umhertastet: Mit wackeligen Füßen in strömenden Flüssen stehend, dreht er sich um und hält inne. Er riecht an einer Rose und ich habe Angst, dass auch sonst nichts übrig bleibt. Ein unbeschreibliches Gefühl von Regenrinnen zur Sintflut überkommt mich.

Zeit wartet auf Niemanden
Sie trägt teure Armbanduhren wie Schlangen; sich schlängelnd zu Steißbeinen und Schlüsselbeinen, die von Gier und Verlangen außer Form geraten sind. Manchmal zu zerbersten drohen  unter unzähligen Lasten und Bürden, auf die man nicht nackten Finger zeigen sollte.
Etwas neidisch beobachte ich noch immer den Jungen aus der siebten Klasse. Seine Zunge ist entfaltet, doch nicht lose, mit begeisteter Selbstsicherheit sitzt er auf seinem Stuhl und spricht Latein in der Schule. Ich war ja immer nur das schweigende Kind am Rand, welches mit knirschenden Fingern Ameisen auf die Nacken der Mitschüler malte. Tote Sprachen nuschelte ich dabei allerdings auch. "Irgendwann wirst du dich auch so verletzt und einsam fühlen", sagte ich damals zu ihnen. Wenn auch die Zähne fauliger wurden, denn sie sind fort und ich bin noch immer hier. Diese Stadt der Träume ist wohl nicht mehr zu erreichen.
Meine Präsens beschreibt es, wie es sich anfühlt, Dunkelheit zu kennen.

Zeit wartet auf Niemanden.
So hält sie Scham und Versagensangst fest im Griff, wenn sie nach Hause kommt. Die immer lachende, hübsche junge Frau, die mit am Rücken zusammengebundenen Handgelenken ruhelos durch ihre Wohnung rennt. Verbrennt ihre Energie mit stummen Schreien und dem Herzschmerz aus Büchern. Vergeblich versucht sie zu lesen, doch kann ihre Gedanken nicht von dir abwenden. Selbst als du tatsächlich wieder zu ihr kamst, konnte sie ihre tränenerfüllte Sorge nicht zurückhalten. Schwer liegt sie um ihren Hals wie eine Kette, mit der sie spielt und sie dreht und sie wiegt bis ihre Finger nach Staub und Rost riechen. Selbst wenn sie träumt, sind ihre Träume blau.
Schuld umschließt dich wie der kalte Winterwind, weil in dir viel Mitleid haust, doch alles einfach nicht so ist wie es sein sollte. Du hattest deine Sachen schon gepackt, warst quasi schon auf deinen Weg in die Freiheit als du an ihrer Bücherei vorüber gehst und die Titel "Schande", "Terror", "Bedauern" und "Kummer" findest.
So machst du eine Kehrtwende, siehst dabei nur ihre unsauberen Augen und die Sommersprossenhaut, die selten nur die Sonne kennen lernen durften. Mit Andacht streichelst du ihre Wangen wie es eine Mutter tun würde und denkst dabei an glückliche Tage, die eine Tür-Breite von dir getrennt liegen.
Abgebrochen und leise sagt sie: "Hoffentlich fühlst du dich wie zu Hause."
Woraufhin du lediglich erwiderst: "Davor habe ich ein wenig Angst. Eigentlich kenne ich dich gar nicht."
Sie lächelt, Seetangvenen und Meerjungfrauenhaar verbrennen im fahlen Licht ihrer Haut. Fälschlich strahlend, radioaktiv wirkend, hält sie ihre Arme weit offen. Es macht dir Angst auf sie zu zu gehen, denn dir ist bewusst, dass sie dich und deine Welt im Ganzen in ihre ziehen wird.
Zeit wartet auf Niemanden. Morgen, vielleicht auch schon nachher, könnte schon zu spät sein. 

Montag, 18. Januar 2016

Wackelig

So spazierte ich für Stunden,
nur um einen
(Ein)Blick zu erhaschen
von dem Mädchen,
mit welchem du mich ersetzt hast.

Für den Rückweg
bestellte ich ein Taxi,
denn ihrer Schönheit wegen
knickten meine Knie -
bis Vorsätze auf dem
Asphalt (aus)bluteten.

Samstag, 16. Januar 2016

Särge

Um 2 Uhr morgens gräbt der Tod sein eigenes Grab in meinem Garten. Er ist betrunken und lallt davon, dass er es nicht mehr aushalten würde, an Luf zu ersticken und möchte nun lieber Dreck einatmen. Wir Beide wissen jedoch, dass keiner ihn mehr schreien hört.
Widersätzlich bietet er mir einen Sarg an. Ich sage "Nein, danke, davon habe ich genug", und fühle eindringlichen Schmerz in meiner Brust. (Denn dieser hier heißt Versagen, dieser hier Angst und die dort hinten militärisch aufgereiht stehen, stehen für Menschen, die mich fetzenweise in ihrer Brust vergraben haben.)

"Gut zu wissen", spricht der Tod.
"Okay dann", spricht der Tod.
"Was immer du willst", spricht der Tod.
... und sagt eigentlich gar nichts; bringt nur die Flasche an seine Lippen und etränkt den Inhalt in Stille. Er bat mir keinen Schluck an, doch damit kann ich leben. Immerhin trinke ich keine Wahrheit mehr - sie schmeckt so bitter und macht nur betrunken.

Seite and Seite warten wir wie Steinfiguren auf den Tag. Bis ein geschmacksloser Morgengrauen am Horizont erscheint.
"Wahrscheinlich solltest du mich in Ruhe lassen; in Frieden, würde ich fast sagen. Deinen Geist brauche ich nicht auch noch.", flüstere ich nach Worten ringend. Der Tod nickt nur mit traurigen Augen während meine Schaufel ihn mit Erde und Würmerresten bedeckt. So habe ich es mit allen lebenden Leichen gemacht, so werde ich es mit zukünfitgen Leichen tun. (Auch hier wissen wir Beide, dass er bald zurück kehren wird. Nie hat er mich für eine längere Zeit zurück gelassen. Deprimierend daran ist, dass er sich vehement verweigert, mich mit sich zu nehmen. Das ist einfach nicht fair.)

 Desto öfter die Menschen um mich herum sagen, alles sei okay (oder eher "Andere haben es so viel schlechter als du"), desto mehr möchte ich mich zu ihm legen.
Ich möchte sterben.

Freitag, 15. Januar 2016

Kahler Fleck am Herz

Keiner antwortete "Nein, danke, deine Anwesenheit ist mehr als genug" auf die Frage, ob sie noch etwas bräuchten. Selbstverständlich, denke ich, selbstverliebt verloren und einsam in Gemeinsamkeit sind wir doch alle.

Für so viele Wochen war ich nicht mehr alleine draußen. Unter anderen Umständen war ich stets ein Freund von fluffigen Schnee und eingefrorenen Nasen.
Was passiert mit mir? Es fühlt sich an als wäre mein einziger Zugang zur Außenwelt mein Bruder, mit dem ich alle paar Tage einkaufen gehe.
Kann man sich über Isolation definieren?

Immer, wenn Einsamkeit in dunkleren Nuancen von Blau über mich hinweg wäscht, stirbt der Instinkt zu Überleben ein Stückchen mehr. Trotzdem... noch immer möchte ich erlernen wie man unter Wasser atmet.
Ich bin nicht wirklich allein - egal, wie sehr es danach aussieht, wie es sich danach anfühlt -, richtig?

Mittwoch, 13. Januar 2016

Frage um Perspektive

Da frage ich schon gar nicht mehr, was eigentlich richtig und was bestenfalls einfach ist.
Definitiv möchte ich sagen, dass die Augen zu verschließen, das Einfachste wäre.
So ist es nun einmal - aus jeder Zerstörung wächst Kreativität.
(Hast auch du schon einmal aus dem Fenster gesehen und beim Anblick wie sich die Welt selbst zerstört, an die Schönheit genau dieser und dessen gedacht?

Montag, 11. Januar 2016

Google Suche

Manchmal kann ich nur beruhigt aufatmen, dass man Charakter nicht anhand von Google-Such-Verläufen analysiert. Denn allein heute schon waren meine gesuchten Begriffe: Wetterbericht, Kinderspielzeug spenden, New Zealand Gangs und Delfinpenis.
Bitte denkt nichts falsches von mir. ;-)

Sonntag, 10. Januar 2016

Geisterflüstern

Er bliebt ein kleines Missgeschick eines Jungen, in wirren Wäldern wandernd, mit Freude auf gebrochenen Ästen herumtrampelnd, mit nichts als dem grellen, glänzendem Sonnendlich im Gesicht.
Dort allein, gefüllt von der Sehnsucht um die Fülle und Erfüllung einer Präsens. Doch er verschwindet inmitten resonierender Stimmen.

Samstag, 9. Januar 2016

Entflammt

Und ich bin so
furchtbar müde
davon,
Schicht um Schicht
mener Haut ab zu streifen.
Nur um versuchen
zu vergessen,
wo du mich berührt hast. 

So halte ich den Atem an -
in Mitten einer unbezwingbaren Welle.
Denn mein gesamtes Leben
habe ich um Sauerstoff gerungen
oder um Herzen, welche
zu gefüllt waren, um auch noch mir
ein Heim zu gewähren. 
[Auch Surfboards aus Kartonage
sind nur zuversichtliche Versprechen.]

Für so viele Tage
lebte und starb
ich ausschließlich für dich;
war die Fußmatte für
krankhafte Selbstverständlichkeit
und verdrehte Einsamkeit:
Ein austauschbarer Körper,
der nichts mehr zu sagen
hat.
In Flammen stehend,
verlassen mit nichts
als deine Bürde und Altlast.

Freitag, 8. Januar 2016

Untergetaucht oder überschwemmt

[Zaghafte Triggerwarnung - nichts beschrieben, aber sicher ist sicher!]

I.
Womöglich würde sie Jahrhunderte warten,
um die spröden Knochen,
die wie Gipfel aus ihrer Haut zu brechen scheinen,
erneut auf zu bauen.
Nur um sie dann in einem einzigen Sprung
ins Ungewisse
auf zu lösen.
"Sie müssten es doch besser wissen!",
sagte ihr Arzt erbost.
Sicherlich, das tat sie auch -
doch es ändert ja nichts.

II.
Glasige Augen treffen auf gelbliche Wände.
So wie stets, nur das dieses Mal die
Schmerzen-bringenden Finger imaginär sind.
So verliert man an Verstand,
so verliert man an Glaubwürdigkeit,
so verliert man an Jahren,
denn plötzlich ist sie wieder ein kleines Mädchen
in seinem Bett,
mit geschlossenen Lippen und
Blut zwischen den Schenkeln.
Was rinnt dort von ihren Wangen?
Sind es Tränen oder die letzten,
zerbersten Fetzen ihrer verlorenen Träume?

III.
Ira webte sie zurück in ihren Kokon,
leckte ihr noch einmal über das Gesicht
und band sie fest ein.
Traurig ist's, dass Schmetterlinge
die Ausnahme sind.
Die Finger sind taub geschnürt.
Lediglich dieser tödliche Schwall
zerfetzter Blitz-Erinnerung
befindet sich stets an ihrer Seite.
Tränkt sie in Blut,
hungert sie aus bis nur
das Gefühl des Ausgeliefertseins bleibt.
Sie ist eine Hündin eher als ein Mädchen,
mit eisigen Augen aus falschem Flurazepam.
Der Winter ist da
und er wird mich
bei lebendigem Leib
verspeisen.

IV.
Hunger überflutet sie,
packt sie an der Kehle und 
drückt sie gefährlich nah 
an den Rand der Klippe. 
Wie lange wird es noch dauern
bis sie den Halt verliert?
Bis sie am schorfen Stein ausrutscht

und hinab stürzt 
in die Fluten?
Kämpfend um Atemluft
und Gehirn. 

V.
Sie sitzt dort wartend,
roh und betäubt,
ein durchbohrendes Zittern fährt
durch ihre Glieder,
denn sie träumte von Kerzen,
die von oben nach unten schmolzen
und das Wachs sich zwischen ihren
Zähnen sammelte.
Nie wieder würde sie lächeln können,
fürchtete sie sich.
Aus ihren Nasenflügeln schnellten Worte,
die sie im Kreise
und letztendlich wieder zu ihm
in dieses furchtbar große, furchtbar kalte
Bett führten.
Wenn Hoffnung zerbricht,
sind es ihre eigenen Unkosten.
Es ist entweder untertauschen
oder überschwemmt werden.
Welchen Unterschied es macht,
liegt diesbezüglich auf der Hand:
Wer Felsen an den Gelenken trägt,
sollte sich von Gewässern fern halten.
In dieser Frau lebt nichts als Verlorenheit:
Verlorenes Lächeln,
verlorene Träume,
verlorene Zuversicht,
verlorene Möglichkeiten,
verlorene Zeiten,...

Donnerstag, 7. Januar 2016

"Kein Blut", sagte sie

Immerhin war es auch einfach für sie zu sagen,
wenn um uns herum Rot war,
egal, wohin wir uns drehten;
auf meiner Brust
und auf ihrem Namen,
auf dem Teppich
und den Schachfiguren,
sogar auf den Fingern.
Sie sagte, ich solle sicher bleiben -
so ganz allein ohne sie.

Der Klingen Schneide ist erhoben;
noch weit über den Löwenzahn-Blättern
der Erinnerung,
schlitzt durch Zwischenräume,
durch Stängel wie Lungenflügel.
Nur ihr Blütenstaub darf mich nicht erreichen,
denn ich bin der Hüter
dieser Misere.
Wie mit jeder, es ist leider wahr.

Nur stumm bleiben,
damit die zusätzlichen Reihen Zähne
meine Zunge süßlich verhaken.
Mit der Hilfe von Lawinen,
die auf meinem Brustkorb brechen,
soll der Atem mir gerinnen.

Sie fokusiert sich auf die Abwesenheit,
obgleich der Rausch der Energie
direkt for ihr an die Wand gebunden wurde.
Von mir, so bin ich nun einmal,
denn sie bedeutet Farbe.
(Und wo Farbe ist, ist bekanntlich Leben.)
Sie war alles,
alles zwischen "du wirst wieder gesund"
zu dem verzweifelten Schlucken,
die den Blick für Realität zurück
in die Dunkelheit drückten.

Die Geräusche der Geister erschrecken mich,
Es fallen ja auch immer nur Türen zu -
ohne, dass sich welche öffnen.
Sollte ich sie jemals wieder sehen,
so habe ich mir geschworen,
werde ich nicht an den Lippen schäumen -
auch diese Enttäuschung ist mein.
Ich werde es in mir behalten.
Es in mir zerreißend behalten.
Es in mir behalten.
Es behalten.

Sonntag, 3. Januar 2016

Ein Dieb aus Prinzip

Als ich noch in meiner Ausbildung war - nun also geschätzt vor 6-7 Jahren - arbeitete ich in einer Tierarztpraxis zum Praktikum. Mit den Ärzten und der Helferin verstand ich mich überraschend gut, sofern man von beständigen Ossi-Witzen mal absieht.
Nach drei, vielleicht auch vier, Wochen kam es zufällig zur Sprache, dass ich nicht "typisch deutsch" (was auch immer das bedeutet) aussehen würde. Dies hörte ich schon einige Mal in meinem Leben, deutete auf meine große Nase hin und fügte hinzu, dass meine Oma Polin war. Niemand sagte etwas dazu, doch am kommenden Tag waren Schränke verschlossen und die Trinkgeldkasse versteckt.
Das hat ziemlich weh getan, vor Allem weil so getan wurde, als hätte sich nichts verändert. Nun - ich spielte weiterhin mit und war am Ende der zwei Monate froh, dort nie wieder hin zu müssen.

Stehlen kam mir eigentlich nie in den Sinn. Mein Gott, ich habe schon Panik davor, einer Kassierin zu wenig Geld zu reichen; die Idee eines Diebstahls klingt in meinen Ohren vollkommen absurd.
Doch so heißt es nun einmal... so redet man nun einmal... und wenn die Ossi-Witze ausgehen, helfen Polen-Vorurteile immer weiter.
Wisst ihr aber, was mich selbst in diesem Moment besonders traurig stimmt? Dass ich mich seitdem nicht mehr trauen würden, Nationalitäten an zu sprechen. Was absurd ist, denn ich hatte nie eine andere Staatsbürgerschaft als die deutsch und kann nicht einmal einen zusammenhängenden Satz auf polnisch sprechen.
Natürlich vereinfachen es die Missstände der derzeitigen Politik nicht gerade.

Dieser Beitrag umfasst nicht sonderlich viel Aussage. Versuche mich nur ab zu lenken von weitaus schmerzhafteren Erinnerungen. Was ich wohl sagen wollte,... ist, dass ich nichts stehlen werde außer Zeit.


Freitag, 1. Januar 2016

01.01.2016

"Ich bin so frei, dass ich nichts damit an zu fangen weiß", spreche ich zu dem ernüchternd betrunkenen Schwein neben mir. Dieser Drang schwimmt in mir wie eine Erinnerung ohne Vergangenheit.
Menschen vermissend, doch nicht allein - vor meiner Nase schwebt eine Bushaltestelle. Wieso trage ich in meinen Händen Fußabdrücke? Es tut mir leid, wenn man nicht nachvollziehen kann. Dies ist mein neues Jahr sowie mein altes.

Vorgenommen habe ich mir lediglich Eines:
Auch ich werde dieses Jahr für das Atmen innehalten. Anhalten. Während die Monster schreien.
Mit dem Schwein falle ich über holzerne Wunden, um das Gesicht in einem Plastik-
Sofa zu verbergen. Lasst mich hier vergehen. Eure Welt ertrage ich nicht länger. In meinem Kopf lebt Grauen, im Herzen Finsternis und das, was die Seele leise flüstert, hört sich wie ein Papierschnitt an.