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Mittwoch, 1. März 2017

Friedhofshöflichkeiten

An blaue Wände konnte er sich erinnern,
wie weite Meilen des Ozeans -
Zeiten, die er nicht vergaß,
weil sie immer wieder quellen
und aufsteigen.
Stürmische Wellen durch seine Haut:
Linien, welche er sich
durch und für
die Ewigkeit verdient hat.
[Doch manchmal schaut er zum Himmel auf
und fragt,
wie lange es nun wirklich war.]

Die Asche konnte er nicht retten,
nur Salzwasser befleckt seine Kleidung.
Die Sonne hatte niemals eine Chance,
So wie er niemals eine hatte
in der Nacht.
[Er schlief mit einem St-St-Stottern.]

Das Wasser reicht ihm zur Kehle,
wortwörtlich.
Da war mal eine Zeit da waren es
die Fußgelenke,
die Schenkel,
der Bauch,
die Brust,
die Schultern -

Es gibt für alles ein Ende.
Was nicht bedeutet, dass dies nicht
beängstigend sein kann.
Allein unter den Wasserspiegel gesunken,
nichts geblieben als Knochen und sichtlose Augen.
[Umgekehrte Menschlichkeit - wie eine Eltern,
ein Monster dritten Grades.]

So konnte er Gedanken verdrängen, 
jedoch nicht das Klopfen an der Tür
und eine ungöttliche Gestalt mit einem
Anker auf dem Arm
davor stand:
"Ich war jetzt schon eine Weile geduldig."



Es war in diesem Moment,

in dem er realisierte,
dass es der Tod sein muss, 
welcher der Menschlichste von uns allen ist.

1 Kommentar:

  1. Traurig, dennoch wunderschöne Worte.

    Ich wünsche dir etwas <3

    Alles Liebe

    Claudia

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